E N T H I N D E R T - Selbsthilfegruppe und Initiative für und von Eltern und Angehörigen die Kinder und erwachsene Töchter und Söhne mit Behinderungen, chronischen und/oder psychischen Erkrankungen pflegen, betreuen, unterstützen und begleiten! Kontaktiere uns oder komm zu unserem Stammtisch! Claudia : ☎️. 0650 6539650, 📬claudiasengeis@gmail.com oder Jasmina: ☎️ 0680 3245867, 📬 jasmina.urosevic@chello.at (unsere Jasmina spricht auch Serbisch) - oder mittels Kontaktformular ⬇️
Sonntag, 18. Oktober 2026
Thema Begutachtungen
Unsere Initiative #enthindert unterstützt die Petition "Meine Würde - Euer Misstrauen".
Gerne teilen wir - natürlich nach Absprache - mit euch folgende Nachricht, die wir von Liane Schiffer dazu erhalten haben.
*****
Guten Tag!
Ich habe die Petition "Für ein würdevolles Begutachtungssystem" gerade unterschrieben, denn als direkt Betroffene bin ich die letzten Jahre in diesem österreichischen System, insbesondere mit der PVA,
buchstäblich "durch die Hölle" gegangen!
Da Ihre Organisation diese Unterschriftenkampagne mitträgt, sende ich Ihnen ein paar persönliche Zeilen.
Bei Interesse kann dies auch gerne an Ihre Organisationsmitglieder weitergeleitet werden.
Ganz oft habe ich als jahrelang chronisch Kranke alle möglichen Stellen (auch bei ehemaligen Gesundheitsministern) und intensiv natürlich die amtierende Frau Schumann kontaktiert, um zu erklären,
was diese langwierigen Abläufe, all diese unseriösen, erniedrigenden Begutachtungen und der gesamte unwürdige Umgang mit kranken Menschen, machen:
Sie machen noch viel kränker als man bereits ist!
Für Interessierte im Anhang ein Schreiben von mir an die PVA im Jahr 2024, auf das es leider nie eine Rückmeldung gab!
Inzwischen beträgt mein Grad der Behinderung 70% (Zusatzeintrag Unzumutbarkeit Benützung Öffis...)
Insbesondere anmerken möchte ich, dass gerade psychiatrische Gutachter, von denen ich mir ein "gewisses Grad an Sensibilität für Patienten" erwartet hätte, jene Gutachter waren, die am meisten über mich "drübergefahren" sind.
Einen von der Behindertenanwaltschaft bereits organisierten Termin für ein Schlichtungsverfahren zwischen der PVA und mir kam damals leider nicht zustande, da die PVA sich weigerte, daran teilzunehmen.
Durch all die Vorgänge mit der PVA verschlechterte und chronifizierte sich mein Gesundheitszustand drastisch und mir wurde nach jahrelangem Ringen mit zwei Klagen und Gerichtsverhandlungen heuer im April 2026
die "voraussichtlich dauerhafte Berufsunfähigkeitspension" zuerkannt.
Als ich zwei Monate später im Juni 2026 ein weiteres Schreiben bekam, dass für 2028 eine Nachuntersuchung vorgemerkt ist, konnte ich es kaum fassen, dass dieses "jahrelange Trauma" anscheinend doch noch nicht zu Ende ist.
Um mir irgendwie ein wenig Luft zu machen, habe ich während einem Rehaaufenthalt 2023 (ich musste ihn aufgrund von gesundheitlicher Verschlechterung abbrechen) begonnen, ein Buch zu schreiben.
Mein autobiografisches Buch "Trauma Labyrinth, mehr als eine Autobiografie" wurde letztes Jahr veröffentlicht.
Wie auch immer ein jeder zu den Jahren der Pandemiezeit stehen mag und diese Zeit erlebte, für mich ist ganz klar, so etwas darf sich nie nie nie wiederholen!
Zu viel Schaden wurde angerichtet und es leiden heute noch viele Menschen darunter, das darf nicht unter den Tisch gekehrt werden, ein jeder Geschädigte muss Hilfe bekommen und darf durch die widrigen Abläufe nicht noch kränker werden!
In meinem ehrlichen, authentischen Buch beschreibe ich, was diese Zeit mit mir gemacht hat und wie ich immer tiefer in meine chronische Krankheit schlitterte...
Ich wünsche allen Betroffenen von Herzen eine gute Besserung und all die Unterstützung, die hilfreich ist, den Schmerz zu lindern.
Ein System, das sich "sozial nennt", muss auch "sozial handeln"!
Mit lieben Grüßen,
Liane Schiffer
*****
Freitag, 16. Oktober 2026
Und ich muss nochmal Dampf ablassen, SORRY dafür, aber was da gerade abgeht ist nicht mehr okay.
Das ewig leidige Thema um die Sozialhilfe neu NEU. Kommt sie? Mit Sicherheit und irgendwie! Die Länder werden wieder viel Spielraum kriegen, aber es wird wohl bundeseinheitlich tief nach unten gekürzt werden.
Um die 0,47 % (Quelle Volkshilfe) macht die Sozialhilfe vom gesamten Sozialbudget aus und der große Rest?
Ich bin es leid, dass Menschen in der Sozialhilfe vorgeführt, erniedrigt und zum Sündenbock der Nation gemacht werden.
Erst vor Kurzem hat man uns ja erklärt, dass die Diskussion rund um das Thema Sozialhilfe derzeit "tot" sei, weil eine Diskussion im Moment nicht möglich sei. Sorry, aber beim Ar*** Herr Karl.
Im Moment sind unsere Volksvertreter scheinbar nur noch mit sich selbst beschäftigt. Die Einen stellen einen Misstrauensantrag, haben bereits bewiesen, dass sie auch nur um Wählerstimmen buhlen, außer Spesen nix gewesen und die Anderen dreschen freudig auf die scheinbar "Bösen", weil sie offenbar keine anderen Antworten auf das eigene Misslingen und ewige Scheitern haben.
So ist man mit sich selbst beschäftigt, betreibt scheinbar nebenbei Klientelpolitik und es zählen offenbar nur Wählerumfragen und -stimmen.
Derweilen "zerfleischen" sich "die Untertanen", auch Volk genannt, und steigen auf jedes erdenliche Ablenkungsmanöver ein.
Das Projekt Eindreschen auf Sozialhilfeempfänger läuft großartig und was man da scheinbar einspart, wirft man mit voller Inbrunst an anderer Stelle dann wieder raus. Für's Volk bleibt aber nicht mehr, die sind damit beschäftigt weiter auf Sozialhilfeempänger drauf zu klopfen.
Pfui, kann ich da nur sagen, denn es betrifft nicht nur die "bösen Nichtsnutze", die mit ihrem SUV vorfahren und nebenbei "Geschäfte" machen. Die "Geschäfte" werden sie weiter machen, mit oder ohne Sozialhilfe, aber was sollen die ehrlichen und zu tiefst betroffenen Bürger machen, deren Existenz in hohem Maße gefährdet ist? Menschen mit Behinderungen, Menschen mit chronischen Erkrankungen, Menschen mit psychischen Erkrankungen, Menschen mit geringem Einkommen, Kinder, Pensionisten mit Ausgleichszulage, Menschen die Angehörige pflegen, etc., all diese Menschen werden von den Kürzungen in irgendeiner Form betroffen sein.
Beispiel: Alleinerziehend, dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehend, aber es gibt gerade keine passende Kursmaßnahme, weil man ja irgendeiner Maßnahme nachkommen muss. Die Kurse sind aber dann auch den Kürzungen zum Opfer gefallen. Und dann? Dann wird die Alleinerziehende ohne ihr Zutun bestraft, weil die geplante Sozialhilfe neu NEU das so vorsieht.
Ach ja und "dann such Dir halt an Job", in einer Zeit wo die Wirtschaft stagniert, immer mehr Betriebe einsparen, immer mehr Menschen ihres Jobs verlustig werden.
Finde den Fehler!
Aber die Parteien erzählen uns weiter die Story von "Gut und Böse" und das Schlimme daran, es funktioniert.
Wir haben kein Ausgabenproblem, sondern ein Verteilungsproblem und das wurde uns bereits mehrfach bestätigt.
Wir fighten als Initiative weiter, ich fighte weiter. Für die Rechte meines Sohnes, meines Kindes mit Behinderungen, denn er hat ein Recht auf ein Leben in Würde, ohne Existenzangst und mit Selbstbestimmung.
Liebe Grüße an alle da draußen und vor allem an ALLE Betroffenen. Ich weiß was es heißt, jeden Cent dreimal umzudrehen und schlaflose Nächte vor den nächsten Schritten unserer "Volksvertreter" zu haben.
Haltet die Ohren steif und bleibt möglichst in eurer Mitte, denn ein anderer wird es für euch nicht tun. 🍀🤗🍀
#enthindert
Mittwoch, 14. Oktober 2026
FAMILIENBONUS PLUS 2027
Ab dem 1. Jänner 2027 gelten in Österreich neue Aufteilungsregeln für den Familienbonus Plus. Die Höhe des Betrags selbst bleibt gleich, doch die Verteilung zwischen zwei Anspruchsberechtigten ändert sich grundlegend.
Die wichtigsten Änderungen ab 2027
• Höhe des Familienbonus Plus (unverändert):
• Bis zum 18. Geburtstag des Kindes: 166,68 Euro monatlich (ca. 2.000,16 Euro jährlich)
• Ab dem 18. Geburtstag (sofern weiterhin Familienbeihilfe bezogen wird): 58,34 Euro monatlich (700,08 Euro jährlich)
• Neue Aufteilungsregeln (zwei Elternteile / Anspruchsberechtigte):
• Bisher war eine Aufteilung von 100 % zu 0 % (alles bei einem Elternteil) frei möglich.
• Ab 2027 ist eine 100:0-Aufteilung grundsätzlich nicht mehr möglich, wenn das Kind das 4. Lebensjahr vollendet hat und keine Ausnahmeregelung greift.
• Zulässige Aufteilungen sind dann nur noch 75 % : 25 %, 25 % : 75 % oder 50 % : 50 %.
• Ausnahmen (wo weiterhin 100 % möglich sind):
• Das betreffende Kind hat das 4. Lebensjahr noch nicht vollendet.
• Es wird für das Kind erhöhte Familienbeihilfe bezogen.
• Im gleichen Haushalt lebt ein anderes Kind unter 4 Jahren oder ein Kind mit Anspruch auf erhöhte Familienbeihilfe.
• Es gibt nur eine anspruchsberechtigte Person (z. B. Alleinerziehende).
Was das für Eltern bedeutet
• Steuerlicher Effekt: Kann ein Elternteil seinen 25-%-Anteil mangels ausreichender Einkommensteuer nicht voll ausschöpfen, verfällt dieser Teil (der Familienbonus ist keine direkte Auszahlung, sondern reduziert die Lohn-/Einkommensteuer bis maximal auf Null).
• Anpassung bei der Lohnverrechnung: Wer den Familienbonus bisher zu 100 % über den Arbeitgeber (Formular E30) bezogen hat, muss diesen bei Wegfall der Voraussetzungen anpassen und dem Arbeitgeber die entsprechenden Nachweise (z. B. Formular E33) vorlegen.
• Steuerausgleich: Im Zuge der Arbeitnehmerveranlagung muss der Familienbonus Plus erneut korrekt beantragt werden.
Samstag, 10. Oktober 2026
Heute ist Welttag der psychischen Gesundheit
Es wird unter anderem darauf aufmerksam gemacht, dass psychische Gesundheit und psychosomatische Gesundheit zusammen hängen.
No, na, net. Es sollte wohl klar sein - "Körper, Geist und Seele" - wenn einer dieser Bereiche erkrankt, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass auch die anderen Teile von uns irgendwann "mit ziehen" und mit erkranken.
Zu oft wird das in der Medizin leider ignoriert.
Und gleichzeitig sollte es um Vorsorge gehen, damit die Seele erst gar nicht zu "weinen und leiden" beginnt.
Gar nicht so einfach, wenn doch alles ganz oft von ganz vielen Faktoren abhängig ist.
Familie, Genetik, das Umfeld, finanzieller Hintergrund, Ausbildung, Arbeitsplatz, etc.. und dann kommen noch gesellschaftliche, politische, wirtschaftliche, etc. Gegebenheiten dazu.
Psychische Gesundheit ist einer der wichtigsten Faktoren um ein stabiles und gutes Leben führen zu können.
Immer noch ist das Thema ein Stiefkind. Es wird zwar mehr darüber gesprochen, aber es kommt nicht an.
Stigmatisiert und beschämt verstecken sich immer noch viele, zu viele, Betroffene, weil sie von der Gesellschaft nicht als Mensch, sondern als "nicht funktionstüchtig" und abgewertet werden.
Innere Zerrissenheit, Schmerz, Scham, Selbstzweifel, Wut, Angst, etc. könnten vermutlich ganz oft gemildert oder abgefedert werden, wenn Betroffene kein Mitleid, sondern wahres Verständnis, Mitgefühl und Unterstützung bekommen würden.
Um so wichtiger ist es, schon Kinder und Jugendliche bei der Thematik mit zunehmen, aufzuklären und zu zeigen "Du bist gut, so wie Du bist" und das zählt für ALLE Menschen, egal ob mit oder ohne Behinderungen, ob mit oder ohne chronische Erkrankungen, ob Schüler, Lehrer, Arzt, Verkäufer, Pfleger, mit Geld oder ohne Geld, Pensionist, Obdachloser, etc., denn es geht immer ums Mensch sein und hinter jeder Biographie steckt ein Mensch.
Leider konnte ich keine derzeitigen Zahlen für Österreich finden, in Deutschland nehmen sich rund 10.000 Menschen pro Jahr das Leben und rund 100.000 versuchen es pro Jahr. In Österreich wird es (natürlich um die EW-Zahl berücksichtigt) vermutlich nicht viel anders aussehen.
Vielleicht wären viele Suizide und Suizidversuche zu verhindern, denn schon einer ist aus meiner Sicht zu viel.
Prävention, schon bei Kindern, sollte das Gebot der Stunde sein, auch wenn es oft verdammt schwierig scheint.
In diesem Sinne:
DU bist genug
Liebe Person die das liest,
mit Dir ist die Welt ein schönerer Ort!
Liebe Grüße, Claudia 🍀
Freitag, 9. Oktober 2026
Jasmina und ich waren heute wieder mal unterwegs und wir haben uns mit dem
Abgeordneten Ralph Schallmeiner, https://gruene.at/organisation/parlament/
getroffen.
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön von uns, für's Zuhören.
Wir haben versucht möglichst die vorrangigen Dinge alle mit einzubeziehen.
Es ging -no, na, net - um die Sozialhilfe, bisherige Kürzungen und weitere geplante Kürzungen und die Unmöglichkeit von existenzieller Absicherung samt kollateraler Folgeschäden.
Wir haben die 80 Tage-Regelung in den Tagesstrukturen und Einrichtungen, samt Platzhaltegebühr angesprochen, die sich für uns als Strafzahlung anfühlt und mit Selbstbestimmung nicht konform geht.
Wir haben die Problematik fehlender und/oder falscher Inklusion angesprochen.
Warum man aus unserer Sicht nicht einfach Sonderschulen schließen kann, ohne einem passenden Konzept und Gleichheit nichts mit Gerechtigkeit zu tun hat und der derzeitige Einheitsbrei unter dem Deckmantel der Inklusion allen schadet.
Auch gesprochen haben wir über fehlende passende KIGA Plätze, Schulplätze, Lehrstellen, etc. für Kinder mit Behinderungen bei gleichzeitiger Ausbildungspflicht bis 18 und dass Kinder und Eltern für die Folgen bestraft werden (z.B. Verlust von Unterstützungsleistungen, aber auch fehlender Chance auf Selbstbestimmung).
Auch über die psychischen Folgen von Kürzungen und fehlender Unterstützung haben wir gesprochen und dass das fehlen von Ärzten die sich mit Behinderungen auskennen, ein massives Problem darstellt.
Fazit:
Ein gutes Gespräch, wir Mamas und Wut-Bürgerinnen konnten mal einiges Deponieren. Dafür ein herzliches Dankeschön.
Ändern wird sich freilich weiterhin nichts. Viele Politiker betreiben scheinbar nur Klientel Politik und können mit dem Begriff Volksvertreter wenig anfangen. Ja, wir sind nur eine Randgruppe in der Gesellschaft. An die 80.000 Eltern von minderjährigen Kindern mit Behinderungen und/oder chronischen Erkrankungen (zu den Eltern von erwachsenen Töchtern und Söhnchen mit Behinderungen gibt es ja leider offenbar keine Zahlen) und rund 16% der Bevölkerung mit Behinderung, chronischen oder psychischen Erkrankungen sind nicht das Abbild der Gesellschaft und trotzdem ist diese Randgruppe vorhanden und hat das Recht auf eine gute und menschenwürdige politische Vertretung nach dem Motto Gerechtigkeit statt Gleichheit und zwar für ALLE Gesellschaftsgruppen.
Wir werden weiter auf ein Wunder hoffen und warten und es uns erwarten. Bund und Länder und Parteien spielen derweilen weiter Monopoly. Geld ist vorhanden, aber ganz mies verteilt.
In diesem Sinne, kommt gut durch den Freitag und habt ein möglichst gutes Wochenende.
Möge die Kraft mit euch sein, ganz liebe Grüße an alle da draußen.🍀
Claudia und Jasmina
#enthindert
Dienstag, 6. Oktober 2026
Autismus und falsche Therapieversprechen und Angebote
Diese wichtige Info kam gerade per Mail via Lobby4Kids - Kinderlobby rein.
Autismus und falsche Therapien.
Direkte Info von
Dominique Stiefsohn
Inklusive Runde - Perchtoldsdorf und Umgebung
Treffpunkt für Angehörige und Freunde
von Menschen mit Behinderung
Donnerstag, 1. Oktober 2026
Thema Schule und Autismus
Heute gab es wieder das Thema Schule und Autismus.
Es ist aus meiner Sicht definitiv nicht möglich dies allgemein zu beantworten.
Denn während sich der eine Schüler in der Umgebung wohl fühlen kann, ist es für einen anderen vielleicht das absolute "Grauen".
Eine gute Schulzeit hängt ja generell von vielen Faktoren ab.
Schülerinnen und Schüler stehen gerade in Wien vor ganz vielen unterschiedlichen Herausforderungen, die oft auch sehr belastend sein können. Es kommt ganz oft auch auf das Wesen des Kindes an.
I-Klassen können gut geführt durchaus eine Bereicherung sein. Schlecht geführt können sie in eine persönliche Katastrophe und Krise für das betroffene Kind führen.
Für Autisten ist Schule sehr oft eine ganz besondere Herausforderung.
Da sollten Eltern wirklich ganz individuell entscheiden, nachdem sie sich eine Schule selbst angesehen haben. Erzählungen und Erfahrungen von anderen Eltern können da nur teilweise helfen, weil Bauchgefühl und Wahrnehmung sehr individuell sind. Seht euch die Leitung an und die Pädagogen. Nur ein gutes Zusammenspiel, inklusive Einbeziehung der Eltern, können einem Kind die nötige Sicherheit geben, gerade bei Kindern im Autismus Spektrum unglaublich wichtig.
Ob I-Klasse oder Heilpädagogische Klasse, das sollte wirklich gut durchdacht sein.
Wo bekommt mein Kind die nötige Zeit um zu wachsen und zu lernen? Wie ist das Umfeld, die Schule selbst, welche Angebote gibt es, gibt es auch Klein-Klassen, etc.. Wird mein Kind bestmöglich gefördert oder eher überfordert oder unterfordert?
Viel zu bedenken.
🤔Welche Schulen könnt ihr Empfehlen?
🤔Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?
Für Autisten war früher das
🏫Keil Institut sehr empfehlenswert, aber ich weiß nicht, wie es heute dort läuft.
Sehr zu empfehlen finde ich, ist auch das katholische
🏫Inklusive und Sonderpädagogikzentrum Clara Fey.
Empfohlen wird auch immer wieder die
🏫Karl Schubert Schule, der
🏫Christine Nöstlinger Campus oder auch die 🏫Integrative Lernwerkstatt .
In jedem Fall bitte erkundigt euch gut.
Liebe Grüße an alle da draußen
Claudia
Dienstag, 29. September 2026
Meine Würde - Euer Misstrauen
Heute ging es los mit der Kampagne "Meine Würde -Euer Misstrauen".
Initiiert von der Lebenshilfe und von rund 30 Organisationen unterstützt.
Wir von #enthindert , Jasmina und ich durften uns auch einbringen.
Bitte unterstützt die Petition und teilt sie fleißig.
Es geht um die Probleme Betreffend Gutachten!
Ministerin Schumann hat sich auch kurz blicken lassen und ein herzliches Dankeschön geht an den Abgeordneten Ralph Schallmeiner, der (nicht selbstverständlich) auch vorbei geschaut hat.
Hier geht es zur Petition:
Bitte unterschreiben und gerne in euren Netzwerken teilen.
Montag, 28. September 2026
Ihr Lieben da draußen!
Ich möchte hier niemandem auf die Füße treten und mir ist bewusst, dass vermutlich alle Eltern nur das Beste für ihre Kinder wollen.
Ich kenne die Verzweiflung, die Frage nach dem Warum, ob es irgendwie und irgendwann vielleicht doch noch besser wird nur zu gut, haben uns diese Fragen ganz lange selbst begleitet.
Ja, in Österreich ist man mit Therapien und dem Umgang mit Menschen im Autismus Spektrum weit hinterher und es gibt durchaus Länder, in denen man hier mehr Wissen und bessere Angebote hat.
Aber, ich lese es leider immer und immer wieder. Diese Diskussion um ganz bestimmte Therapieansätze nimmt leider kein Ende. Ganz im Gegenteil. Erst heute wieder darüber gelesen.
Da wird über Therapien aus den USA und der Türkei gefachsimpelt was das Zeug hält.
Ich verstehe nur zu gut, dass man in seiner Verzweiflung, damit es dem eigenen Kind besser geht, alles daran setzt auch neue Methoden auszuprobieren und sich auch einreden lassen möchte, dass Autismus heilbar sei.
Nichts von alledem ist erwiesen, bestätigt und entspricht der Tatsache! Ganz im Gegenteil, schadet es Kindern und setzt man sie unnötigem Leid aus.
Bitte 🙏, tut es nicht.
Weder eine Darmspülung mit Bleichmittel, noch eine schmerzhafte Stammzellen-Kur wird den Autismus eurer Kinder heilen und auch nicht lindern und nebenbei könnt ihr das viele Geld, welches diese Therapien verschlingen, auch beim Fenster raus werfen.
Es gibt ganz unterschiedliche Ansätze für Therapien und die einen können bei dem einen Kind vielleicht helfen und lindern und andere wiederum können es nicht.
Wie erwähnt, ich verstehe den Wunsch nach Besserung und Linderung, aber bitte, hört auf hier experimentellen Irrwegen zu glauben. Das erinnert mich an frühere Zeiten, wo man Autisten mit seltsamen Experimenten versucht hat den Autismus "auszutreiben".
Mein Sohn ist Autist und er wird immer Autist bleiben. Es ist nicht immer einfach, weder für ihn, noch für mich. Lange habe ich gehofft und manchmal wünschte ich, er hätte es einfacher und mit den damaligen Therapieansätzen aus der Schule gehe ich auch nicht konform. "Belohnungssystem kann ein guter Ansatz sein (hat bei Dustin funktioniert), "therapeutische Strafen" sind es aus meiner Sicht leider ganz und gar nicht.
Ja, Österreich hat bei seinen Therapieansätzen und dem Wissen um Autismus wirklich Aufholbedarf, trotz der vielen engagierten Therapeuten und Pädagogen, aber bitte, lasst fragwürdige Therapieansätze nicht zu, nur weil euch vielleicht andere Eltern von "scheinbaren Erfolgen" erzählen, während die Kinder sich diesem Wahnwitz aussetzen müssen und sich nicht dagegen stemmen können.
Wir wünschen euch einen schönen Start in die neue Woche. Möge ganz viel Kraft mit euch sein. 🍀
Ganz liebe Grüße an alle da draußen
Dustin und Claudia 🫶
Samstag, 26. September 2026
Buchtipp
Worum geht es in den Geschichten?I
Sei mutig, kleiner Drache! Manchmal wird ein Herz ganz klein. Manchmal flüstert eine Stimme: „Ich schaff das nicht.“
Und manchmal reicht ein winziger Funken, damit Mut wachsen kann.
In diesem liebevoll erzählten Gefühle-Buch für Kinder begleiten kleine Leserinnen und Leser 15 zauberhafte Tiere und Märchenwesen auf ihrem Weg zu mehr Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und innerer Stärke. Der kleine Drache entdeckt: Mut muss nicht laut sein. Manchmal ist Mut auch, tief durchzuatmen, es noch einmal zu versuchen, Nein zu sagen oder um Hilfe zu bitten.
Dieses Mutmachbuch unterstützt Kinder dabei,
an sich zu glauben und Selbstbewusstsein aufzubauen,
Ängste besser zu verstehen und kleine Schritte zu wagen,
mit Fehlern und Rückschlägen liebevoller umzugehen,
eigene Gefühle wahrzunehmen und innerlich stabil zu bleiben.
Das erwartet euch im Buch:
15 kurze Mutmach-Geschichten zum Vorlesen (ab ca. 4 Jahren)
märchenhafte Figuren, die Kinder sofort ins Herz schließen
nach jeder Geschichte eine kurze, kindgerechte Mut- oder Achtsamkeitsübung
ideal für Zuhause, Kindergarten und Grundschule
Die Übungen helfen Kindern, das Gelernte spielerisch in den Alltag zu holen – ohne Druck, ohne Moralkeule, dafür mit Wärme und einem guten Gefühl.
Ein besonderes Vorlesebuch für Eltern, Großeltern, Paten und Pädagogen – Ein Mutmacher-Geschenk, das Kindern zeigt:
Donnerstag, 24. September 2026
🍀🙏🍀🫶🍀
Die Einen haben eine ganze Intensivstation zu Hause, so wie Jasmina und ihre Sanja.
Die Anderen haben vielleicht ein ganz normales Kinderzimmer.
In beiden Fällen steckt ein Mensch mit Behinderungen dahinter.
Immer wieder wird darüber diskutiert, welche Behinderung die "schlimmere und aufwendiger" ist. Ganz oft werden auch Pflegestufen hinterfragt.
Ganz ohne Zweifel haben ALLE Arten von Behinderungen ihre ganz eigenen Herausforderungen. Diese zu beschönigen, zu umschreiben oder als "eh ganz normal und inklusiv" darzustellen ist furchtbar! Ja, definitiv können MmB ein sehr glückliches Leben führen.
Niemand sollte die Lebensumstände eines anderen Menschen beurteilen.
Trotzdem, liebe Mamas und Papas von z. B. Kindern im Autismus Spektrum und/oder von Kindern mit ADHS und/oder schweren emotionalen Problemen.
Ihr, jede und jeder Einzelne von euch, solltet einen Orden erhalten, ihr habt euch den redlich verdient.
Ihr leistet täglich wirklich Unmenschliches. Unsichtbar, unverstanden und trotzdem sind sie da, diese täglichen Wellen von Emotionen, die eine ganze Familie durchfahren können.
Heute erst wieder ein Szenario mitbekommen, wo das Kind im Autismus Spektrum nicht in die Schule wollte, weil die Bezugslehrkraft nicht da war und die Mama ruhig und mit ganz viel Liebe und einer gefühlten Ewigkeit vor ihrem völlig aufgelösten Kind stand, wohlwissend, dass sie jetzt eigentlich gleich auch noch zur Arbeit sollte.
Dieses Meer an Geduld, durch Liebe getragen, das kann nur verstehen, wer es selbst miterlebt oder mit erlebt hat. All die Zweifel, die Verzweiflung, das Zusammenreißen und Runterschlucken, die eigenen Tränen, die innere Wut, die eigene innere Zerrissenheit, obwohl man selbst schon wie ein Kochtopf pfeift, ... ihr leistet täglich einfach unmenschliches und dafür hättet ihr euch wirklich einen Orden verdient.🙏
Sichtbare und/oder unsichtbare Behinderungen zu begleiten erfordert Mut, Stärke und Willenskraft und ihr, liebe Mamas und Papas zeigt Tag für Tag vor wie das geht.
Lasst euch nicht unterkriegen, lasst euch von niemandem etwas anderes erzählen oder klein reden und haltet durch, wenn der 🌊 Wellengang wieder mal extrem stürmisch wird.
Denkt daran, ihr seid nicht allein, wir sind viele und gerne könnt ihr euch an unsere Gruppe oder mich wenden.
Möge die Kraft mit euch sein und ich wünsche euch schon mal einen möglichst stressfreien Start ins baldige Wochenende.
Liebe Grüße an alle da draußen
Claudia und Jasmina 🫶
Im Bild ⬇️, von unserer lieben Jasmina fotografiert, Tochter Sanja
Wir rufen nochmal zu unserem Malwettbewerb auf
Ihr Lieben, vielleicht hat eines eurer Kinder Lust mitzumachen.
Es geht um einen Malwettbewerb für unseren heurigen Adventkalender. Sämtliche Einsendungen werden in unserem Adventkalender vorgestellt.
Zu gewinnen gibt es einen ganz tollen Funny Sunny von vtech.
Aus organisatorischen Gründen können wir nur Einsendungen aus Österreich am Gewinnspiel teilnehmen lassen. Aber im Adventkalender selbst finden natürlich ALLE Einsendungen Platz.
Wir freuen uns über Zusendungen eurerseits bis spätestens 31. Oktober 2026 an claudiasengeis@gmail.com .
Liebe Grüße von der Elterninitiative ENTHINDERT
Claudia und Jasmina 🫶
Montag, 21. September 2026
Vielen herzlichen Dank für die heutige Einladung zum Paulinen Plausch von nestwärme Österreich , Stefan Konrad und Sabrina Schweinberger. Danke für die tolle Moderation an Caroline Athanasiadis.
Einige bekannte Gesichter kenne ich ja schon aus Facebook, Instagram und co, andere persönlich.
In einer wirklich tollen Atmosphäre durfte ich dem alltäglichen "Pflege-Wahnsinn" entfliehen und mich vernetzen.
Endlich mal kein typischer "Katastrophen-Montag".
Liebe Grüße und eine gute Woche
Möge ganz viel Kraft mit euch sein.
Claudia 🫶
Freitag, 18. September 2026
Familienkompass von Nestwaerme Österreich
September – Zeit, sicher die Segel zu setzen!
Der Herbst beginnt, der Schulalltag ruft und das Leben verlangt nach neuen Strukturen. Wenn stürmische Zeiten die Richtung verändern, stehen Familien oft vor großen
Herausforderungen.
Genau hier setzt die Orientierungshilfe familienkompass von nestwärme an.
Wir lotsen Familien mit chronisch oder schwer erkrankten Kindern, Kindern mit Behinderung, Alleinerziehende und Familien in Belastungssituationen sicher durch das Gesundheits- und Sozialsystem.
Unser Angebot – telefonisch oder per Zoom:
Erstorientierung: Kostenlos, digital oder telefonisch.
Klartext statt Seemannsgarn: Konkrete Navigationshilfe bei Anträgen und Behördenwegen.
Durchblick: Unterstützung und Überblick bei Pflegeleistungen und regionalen Angeboten.
Egal, wie hoch die Wellen schlagen: Wir halten gemeinsam Kurs – unabhängig von Diagnose, Wohnort oder Einkommen. Gemeinsam finden wir den passenden Hafen für Dich und Deine Familie.
Richte jetzt Deinen Kompass aus und nimm Kontakt mit uns auf:
Dein Kontakt zur Orientierungshilfe familienkompass:
Sabrina Schweinberger
+43 660 7433308
familienkompass@nestwaerme.org
Mach Deinen Herbst mit uns gemeinsam nestwärmer!
Zum Tag der Transition
Der Weg vom Kind ins Erwachsensein im Gesundheitssystem
Wichtige Forderungen!
Ich habe es mit Dustin erlebt! 18 und plötzlich bist Du raus aus dem System. Keiner fühlt sich mehr zuständig und keiner kennt sich wirklich mit den gesundheitlichen Herausforderungen bei MmB und chronischen Erkrankungen aus.
Du musst selbst aktiv werden und auf Arztsuche gehen. Ein langer mühsamer Weg.
Donnerstag, 17. September 2026
Wir sagen vielen herzlichen Dank an
Mag.a Judith Pühringer, Parteivorsitzende Die Grünen Wien
für den heutigen persönlichen Austausch zum Thema Kürzungen bei der Sozialhilfe und damit verbundene Probleme und Herausforderungen.
Wir freuen uns auf weitere Gespräche.
Claudia und Jasmina
SHG und Initiative #enthindert
Montag, 14. September 2026
Malwettbewerb für unseren heurigen Adventkalender
Mach mit bei unserem heurigen Adventskalender!
Wir machen einen Malwettbewerb.
Sämtliche Bilder werden dann in unserem Kalender gezeigt.
Wir freuen uns auf eure Einsendungen.
Ein Baum, ein Haus, ein Tier, ein Erlebnis vom Sommer oder vielleicht ein Weihnachtsbild?
Was auch immer euch einfällt.
Gezeichnet oder gemalt, den Utensilien dafür sind keine Grenzen gesetzt.
Die Einsendungen nehmen an unserem Gewinnspiel teil. Zu gewinnen gibt es ein Funny Sunny von vtech.
Einsendeschluss ist der 31. Oktober 2026.
Wir freuen uns auf eure Zusendungen ausschließlich per Mail an:
claudiasengeis@gmail.com
Liebe Grüße
Claudia und Jasmina
SHG und Initiative #enthindert
Mittwoch, 9. September 2026
Montag, 7. September 2026
🫶👍👏🤗❤️😭
Bist Du deppert!
Ich hatte Tränen in den Augen und Gänsehaut!
Bitte hört euch das Lied an und achtet genau auf den Text!
Wahnsinn! Was für eine Botschaft!
https://youtu.be/h3cX1dlvgls?is=8cIIEG8VuvUOg6v3
Samstag, 5. September 2026
Montag ist es wieder soweit!
Allen Schülerinnen und Schülern, allen Pädagoginnen und Pädagogen, allen Direktorinnen und Direktoren und auch allen Eltern ;) einen guten Schulstart! 🧮
Nicht vergessen, durchhalten, die nächsten Ferien kommen bestimmt. 😉
SHG und Initiative #enthindert
Dienstag, 1. September 2026
Heute wieder unser Stammtisch vor Ort.
Wunderbares Ambiente, wunderbare Gespräche und ein tolles Wiedersehen nach der Sommerpause.
Unser nächster Stammtisch vor Ort findet am Dienstag , 6. Oktober von 10.00 Uhr bis 12.00 statt.
Liebe Grüße an alle da draußen
Claudia und Jasmina
und die SHG und Initiative Enthindert
Samstag, 29. August 2026
Via FB: Geklaut, kopiert und für 100% richtig empfunden von einer unserer Mamas
Ich könnte mit der Pflege meines Kindes Geld verdienen. Aber nur, wenn es nicht mein Kind wäre.
Dieser Satz klingt absurd.
Ist es aber nicht.
Wenn ich ein fremdes schwer pflegebedürftiges Kind betreuen würde, wäre das Arbeit.
Ich würde dafür bezahlt werden.
Für die Zeit.
Für die Verantwortung.
Für die körperliche Belastung.
Für die Medikamente.
Für die Pflege.
Für die Nächte.
Für die Bereitschaft, jederzeit reagieren zu müssen.
Niemand würde zu einer professionellen Pflegekraft sagen:
„Das ist doch keine Arbeit. Das ist schließlich nur ein Kind.“
Und das wäre auch völlig absurd.
Aber wenn ich dieselbe Pflege an meinem eigenen Kind leiste, wird daraus plötzlich etwas ganz anderes.
Dann ist es meine „Aufgabe“.
Meine „Pflicht“.
Schließlich bin ich die Mutter.
Und genau da beginnt für mich die Ungerechtigkeit.
Denn ja.
Ich bin die Mutter.
Ich liebe mein Kind.
Ich würde alles für mein Kind tun.
Aber mein Kind zu lieben bedeutet nicht, dass Pflege keine Arbeit ist.
Liebe macht die Arbeit nicht leichter.
Liebe macht einen 24-Stunden-Tag nicht kürzer.
Liebe verhindert keine Rückenschmerzen.
Liebe gibt einem keine zusätzlichen Stunden Schlaf.
Und Liebe bezahlt auch keine Rechnungen.
Stellt euch einmal folgendes Szenario vor:
Ich gehe arbeiten.
Während ich arbeite, kommt eine Pflegekraft zu uns nach Hause und übernimmt die Versorgung meines Kindes.
Diese Person wird für ihre Arbeit bezahlt.
Ich bekomme für meine Arbeit außerhalb unseres Hauses ebenfalls Geld.
Alles völlig normal.
Niemand fragt, warum die Pflegekraft bezahlt wird.
Niemand sagt:
„Das Kind gehört doch zur Familie.“
Denn wir erkennen an:
Pflege ist Arbeit.
Jetzt tauschen wir nur eine Person aus.
Ich übernehme die Pflege selbst.
Und plötzlich ist es keine Arbeit mehr.
Warum?
Was genau verändert sich?
Die Pflege nicht.
Die Verantwortung nicht.
Der Zeitaufwand nicht.
Die Belastung nicht.
Nur die Person, die sie ausführt.
Ich bin die Mutter.
Und deshalb soll meine Arbeit weniger wert sein?
Das Verrückte daran ist:
Würde ich mein Kind nicht selbst pflegen, müsste jemand anderes dafür bezahlt werden.
Und würde ich stattdessen ein fremdes Kind pflegen, würde ich dafür bezahlt werden.
Das Geld existiert also grundsätzlich.
Die Leistung ist grundsätzlich anerkannt.
Die Tätigkeit ist grundsätzlich als Arbeit definiert.
Nur wenn eine Mutter sie am eigenen Kind übernimmt, scheint plötzlich die Begründung zu lauten:
„Das machst du doch sowieso.“
Ja.
Natürlich mache ich es.
Was wäre die Alternative?
Mein Kind nicht versorgen?
Es seinem Schicksal überlassen?
Natürlich nicht.
Aber dass ich etwas aus Liebe tue, bedeutet nicht, dass es keine Leistung ist.
Wir verwechseln hier etwas ganz Entscheidendes:
Freiwilligkeit und Wert sind nicht dasselbe.
Ich würde mein Kind auch dann pflegen, wenn niemand dafür einen Cent bezahlen würde.
Aber daraus folgt nicht, dass diese Pflege keinen gesellschaftlichen Wert hat.
Und ich möchte eines ganz klar sagen:
Dieser Text richtet sich nicht gegen Pflegekräfte.
Im Gegenteil.
Ich bin dankbar für jeden Menschen, der Pflege übernimmt.
Denn gerade Pflegekräfte zeigen uns doch, dass diese Tätigkeit Arbeit ist.
Dass sie Fachwissen verlangt.
Dass sie Verantwortung bedeutet.
Dass sie körperlich und emotional fordernd sein kann.
Dass sie Zeit kostet.
Dass sie Anerkennung verdient.
Warum sollte all das plötzlich nicht mehr gelten, sobald die Person, die pflegt, die Mutter oder der Vater ist?
Vielleicht sollten wir aufhören, Fürsorge nur dann als Arbeit zu betrachten, wenn jemand eine Rechnung dafür schreiben kann.
Denn hinter jeder professionellen Pflege steht häufig eine Familie, die vorher jahrelang selbst getragen hat.
Unbezahlt.
Unermüdlich.
Oft ohne echte Auszeiten.
Und oft mit dem Gefühl, sich sogar dafür rechtfertigen zu müssen, dass man irgendwann erschöpft ist.
Dabei ist Erschöpfung kein Zeichen dafür, dass man sein Kind nicht liebt.
Sie ist manchmal einfach das Ergebnis davon, dass ein Mensch eine Aufgabe übernimmt, die eigentlich auf mehrere Schultern verteilt werden müsste.
Ich möchte deshalb eine vielleicht unbequeme Frage stellen:
Warum muss eine Mutter ihr eigenes Kind erst jemand anderem überlassen, damit die Pflege dieses Kindes plötzlich als Arbeit anerkannt wird?
Dienstag, 25. August 2026
Montag, 17. August 2026
Ihr Lieben, wir hoffen ihr hattet einen guten Wochenstart. Ich selbst laboriere immer noch herum.
Der Sommer ist zwar noch nicht vorbei, aber der Herbst klopft schon an.🫶
Die Ferien sind bald vorüber, die Einen freut es, für die Anderen könnten sie noch viel länger dauern. Ein Trost, die nächsten Ferien kommen bestimmt. 😉
Auch wir kommen von der Sommerpause zurück. Erholung geht anders, die meisten pflegenden Eltern/Angehörigen wissen das nur zu gut, aber man tut was man kann.😉
Unser heuriges "Picknick im Park" wird, aufgrund zu geringer Anmeldungen, NICHT stattfinden.
Macht aber nichts, macht gar nichts, wir werden das in irgendeiner Form nachholen.
Wer uns schon sehr vermisst hat 😉, der muss trotzdem nicht mehr lange warten.
Ab September findet unser Stammtisch vor Ort ja bereits jeden ERSTEN Dienstag im Monat statt.
Somit treffen wir uns jetzt nach der Sommerpause bereits am 1. September 2026, von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr am neuen Standort in 1190 Wien im Cafe Limoncello, Döblinger Hauptstraße 7 B. Da noch Ferien sind, nehmt eure Kinderlein gerne auch mit.
Wir freuen uns schon sehr auf ein Wiedersehen.
Für unsere Onliner findet zuvor kommenden Samstag, 22.08., von 18.00 Uhr bis 19.00 Uhr wieder unser Online-Stammtisch statt.
Auch hier freuen wir uns schon sehr auf euch.
Ganz liebe Grüße an alle da draußen
Claudia und Jasmina 🙏
SHG und Initiative #enthindert
Samstag, 15. August 2026
Sonntag, 9. August 2026
Freitag, 7. August 2026
Freitag, 31. Juli 2026
Ich schreib es halt nicht KI generiert, weil es dazu helle aufregung gab.
Hab in einer FB-Gruppe gelesen, dass Autismus scheinbar als Geschäftsmodell verkommt.
JA, leider hat es den Anschein. Immer mehr Influencer, "Experten" mit Schnellkurs-Zertifikat, Gruppen und "Profis" kennen sich mit Autismus aus und klären um teilweise sehr viel Geld darüber auf. Hinzu kommen Irrsinnigkeiten von Therapien, die heilen können sollen und eher an Körperverletzung erinnern.
Im Übrigen sieht es bei ADHS nicht viel anders aus.
Von "Superkräften" wird da geschwafelt, man müsse nur wissen, wie man diese einsetzt und aus dem Kind herauskitzelt.
Du meine Güte!
Es heißt nicht um sonst: "Kennst Du einen Autisten, dann kennst Du genau EINEN Autisten".
Das Spektrum ist groß und vielfälltig und mit einem "Schnellsiederkurs" wird man definitiv zu keinem Experten.
Ich lebe seit fast 31 Jahren mit einem Autisten, habe einen zuckersüßen Enkel im Spektrum und ja, ich erkenne manchmal Autisten schon von weitem, durch ihr Verhalten, und habe mich auch viel mit Autismus beschäftigt. ABER, trotzdem weiß ich nicht, wie sich Autismus anfühlt und wie man bestmöglich unterstützen kann. Zu dem gibt es für jeden Menschen im AS ganz unterschiedliche Vorausetzungen und Herausforderungen. Während die Einen vielleicht studieren können oder einer Arbeit nachgehen, benötigen andere ein Leben lang Unterstützung.
Hier wird offenbar bewusst die Geldmaschinerie in Gang gesetzt und mit Verzweiflung von Eltern, aber auch Betroffenen "herum gedoktert".
BITTE informiert euch gut, ob und wem ihr da vertraut.
Ich empfehle da z. B. den Clemens Engelhardt, den Verein-ismos , den Verein nomaden - Unterstützung für Menschen mit Autismusspektrumstörungen , ZASPE, Autistenhilfe, auch dem Verein Verein Martins Vermächtnis könnt ihr vertrauen, weil der von betroffenen Eltern gegründet wurde, sowie der Verein Unsichtbar. Nur Selbstbetroffene oder Menschen, die Jahre und Jahrzehnte Mitbetroffen sind, können erahnen, mitreden, hilfreich zur Seite stehen, weil sie ähnliche Situationen tatsächlich kennen.
Hände weg von Influencern und "Schnellschuß-Experten" oder sau teuren Therapien, die Heilung versprechen. Auch Selbsthilfegruppen machen nur Sinn, wenn Betroffene oder Mitbetroffene sie leiten oder zumindest begleiten.
Liebe Grüße an alle da draußen
SHG und Initiative #enthindert
Mittwoch, 29. Juli 2026
Heute können wir wieder mal ein positives Erlebnis betreffend Begutachtung bei der PVA rückmelden.
"Zimmer, Küche, Kabinett" eingepackt und gut vorbereitet auf die Herausforderungen, die solch ein Termin mit sich bringen (mittlerweile eigentlich jeder Termin, der den Tagesablauf stört) war die, für das Kind gefühlt endlos lange, Fahrt noch im grünen Bereich. Ab dem Eingang war die Unruhe bereits heftig zu spüren. Das Nervensystem des "kleinen Zwerges" (fast 7, AuDHS) hat sich immer mehr gemeldet, fast schon vibriert und sich vor den Untersuchungsräumen entladen.
Geweint, geschrien (gefühlt bis ins eigene Knochenmark) und nicht mehr zu beruhigen kam eine Begutachterin raus um nachzufragen, wann denn genau der Termin sei und bei wem.
Definitiv nicht bei ihr, hat sie den zuständigen Kollegen telefonisch kontaktiert und abgesprochen, ob und dass sie den Kleinen übernehmen könne.
Sie war so sehr bemüht, hat die kopierten Befunde übernommen, kurz über das Kind drüber geschaut, ein paar Fragen gestellt und der Zwerg durfte dann auch schon VOR dem eigentlichen Termin wieder gehen.
Man weiß, ob solcher Herausforderungen und scheint sich das auch sehr zu herzen zu nehmen. Ob Glück oder "Einzelfall", in jedem Fall war es eine sehr bemühte Abwicklung, die man sich nur für alle wünschen kann.
Ob der Bescheid auch passt, das wird sich zeigen.
#enthindert
Samstag, 25. Juli 2026
Zweitmeinungen und warum sie manchmal unerlässlich sind
Man kann der Mama nur gratulieren! Das Ergebnis ist zwar weniger prickelnd, aber so hat das Kind gute Chancen.
Die Mama war gegen eine für sie unnötige und nicht nachvollziehbare Untersuchung für ihr Kind.
Das Krankenhaus wollte unbedingt und auf Biegen und Brechen diese Untersuchung durchführen und hat der Mutter mit dem Jugendamt gedroht.
Die Mama hat sich nicht klein kriegen lassen. Bravo! 👏 Sie hat das Jugendamt von sich aus kontaktiert und ins Boot geholt und hat sich in einem anderen Krankenhaus, in einem anderen Bundesland, eine Zweitmeinung geholt! Bravo und zum Glück!! Es hat sich herausgestellt, dass die geforderte Untersuchung von KH 1 völlig unnötig gewesen wäre und gleichzeitig ein ganz anderes schwerwiegendes gesundheitliches Problem von diesem KH übersehen wurde!!
Bitte, wenn ihr das Gefühl habt, dass falsch gehandelt wird, dann holt euch unbedingt eine Zweitmeinung ein, das steht euch zu!!
Der Mama, dem kleinen Patienten und der gesamten Familie alles nur erdenklich Gute und eine vollständige Genesung dieser gesundheitlichen Herausgforderung. 🍀🙏🍀
Wir denken an euch und halten ganz fest die Daumen. Ihr seid in diesem speziellen Fall sehr gut aufgehoben in dem KH, die darauf seit vielen Jahren und Jahrzehnten darauf speziallisiert sind.
#enthindert
Mittwoch, 22. Juli 2026
Austausch per Mail betreffend scheinbar willkürlicher Kürzungen Sozialhilfe Wien
Wir sagen DANKE für die prompte Rückmeldung (binnen 2 Tagen) per Mail betreffend der scheinbar willkürlichen Vorgehensweise bei der Berechnung der Sozialhilfe in Wien, an Frau Mag.a Judith Pühringer von den Grünen.
Solltet Ihr von den Kürzungen als "Einzelfall" betroffen sein, die nicht nachvollziebar sind, könnt ihr euch beraten lassen und nachfragen:
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Ich schicke Ihnen dazu gerne die Links zur Sozialberatung Wien sowie zur Caritas mit. Beide Stellen bieten unabhängige Beratung an und unterstützen auch bei der Prüfung von Bescheiden und sozialrechtlichen Ansprüchen.
Sozialberatung Wien
https://www.sozialberatungwien.at/?utm_source=chatgpt.com
und Caritas Sozialberatung Wien
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Wir bleiben jedenfalls dran an den "Einzelfällen".
#enthindert
Dienstag, 21. Juli 2026
Freitag, 17. Juli 2026
Donnerstag, 16. Juli 2026
Und wieder habe ich ganz tolle Fotos bekommen. Danke an die lieben Betreuerinnen. Dustin beim Kuchen backen im ÖVSE .
Im Moment hat Dustin ein Hoch. Er ist wacher, motivierter, weniger müde und weniger gestresst.
Trotz der derzeitigen Wetterlage geht es Dustin im Moment 🙏 wirklich gut.
Da spielen wohl offenbar einige Faktoren eine Rolle und obwohl man ihm schon auch die innere Anspannung teilweise ansieht, ist er so entspannt wie schon lange nicht mehr.
Wir sind fröhlich und nützen das derzeitige Hoch aus. Mal sehen wie lange es anhält, aber im Moment ist es einfach wunderbar mitzuerleben und mit anzusehen. ♥️🫶
Ganz liebe Grüße an alle da draußen!
Dustin und Claudia
Fotos: ÖVSE










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