Freitag, 31. Juli 2026

Ich schreib es halt nicht KI generiert, weil es dazu helle aufregung gab.

Hab in einer FB-Gruppe gelesen, dass Autismus scheinbar als Geschäftsmodell verkommt.

JA, leider hat es den Anschein. Immer mehr Influencer, "Experten" mit Schnellkurs-Zertifikat, Gruppen und "Profis" kennen sich mit Autismus aus und klären um teilweise sehr viel Geld darüber auf. Hinzu kommen Irrsinnigkeiten von Therapien, die heilen können sollen und eher an Körperverletzung erinnern.

Im Übrigen sieht es bei ADHS nicht viel anders aus.

Von "Superkräften" wird da geschwafelt, man müsse nur wissen, wie man diese einsetzt und aus dem Kind herauskitzelt.

Du meine Güte!

Es heißt nicht um sonst: "Kennst Du einen Autisten, dann kennst Du genau EINEN Autisten".

Das Spektrum ist groß und vielfälltig und mit einem "Schnellsiederkurs" wird man definitiv zu keinem Experten. 

Ich lebe seit fast 31 Jahren mit einem Autisten, habe einen zuckersüßen Enkel im Spektrum und ja, ich erkenne manchmal Autisten schon von weitem, durch ihr Verhalten,  und habe mich auch viel mit Autismus beschäftigt. ABER, trotzdem weiß ich nicht, wie sich Autismus anfühlt und wie man bestmöglich unterstützen kann. Zu dem gibt es für jeden Menschen im AS ganz unterschiedliche Vorausetzungen und Herausforderungen. Während die Einen vielleicht studieren können oder einer Arbeit nachgehen, benötigen andere ein Leben lang Unterstützung. 


Hier wird offenbar bewusst die Geldmaschinerie in Gang gesetzt und mit Verzweiflung von Eltern, aber auch Betroffenen "herum gedoktert". 

BITTE informiert euch gut, ob und wem ihr da vertraut. 

Ich empfehle da z. B. den Clemens Engelhardt, den Verein-ismos , den Verein nomaden - Unterstützung für Menschen mit Autismusspektrumstörungen , ZASPE, Autistenhilfe, auch dem Verein Verein Martins Vermächtnis könnt ihr vertrauen, weil der von betroffenen Eltern gegründet wurde, sowie der Verein Unsichtbar. Nur Selbstbetroffene oder Menschen, die Jahre und Jahrzehnte Mitbetroffen sind, können erahnen, mitreden, hilfreich zur Seite stehen, weil sie ähnliche Situationen tatsächlich kennen.

Hände weg von Influencern und "Schnellschuß-Experten" oder sau teuren Therapien, die Heilung versprechen. Auch Selbsthilfegruppen machen nur Sinn, wenn Betroffene oder Mitbetroffene sie leiten oder zumindest begleiten. 


Liebe Grüße an alle da draußen

SHG und Initiative #enthindert




Mittwoch, 29. Juli 2026

Heute können wir wieder mal ein positives Erlebnis betreffend Begutachtung bei der PVA rückmelden.

"Zimmer, Küche, Kabinett" eingepackt und gut vorbereitet auf die Herausforderungen, die solch ein Termin mit sich bringen (mittlerweile eigentlich jeder Termin, der den Tagesablauf stört) war die, für das Kind gefühlt endlos lange, Fahrt noch im grünen Bereich. Ab dem Eingang war die Unruhe bereits heftig zu spüren. Das Nervensystem des "kleinen Zwerges" (fast 7, AuDHS)  hat sich immer mehr gemeldet, fast schon vibriert und sich vor den Untersuchungsräumen entladen.

Geweint, geschrien (gefühlt bis ins eigene Knochenmark) und nicht mehr zu beruhigen kam eine Begutachterin raus um nachzufragen, wann denn genau der Termin sei und bei wem. 

Definitiv nicht bei ihr, hat sie den zuständigen Kollegen telefonisch kontaktiert und abgesprochen, ob und dass sie den Kleinen übernehmen könne. 

Sie war so sehr bemüht, hat die kopierten Befunde übernommen, kurz über das Kind drüber geschaut, ein paar Fragen gestellt und der Zwerg durfte dann auch schon VOR dem eigentlichen Termin wieder gehen.

Man weiß, ob solcher Herausforderungen und scheint sich das auch sehr zu herzen zu nehmen. Ob Glück oder "Einzelfall", in jedem Fall war es eine sehr bemühte Abwicklung, die man sich nur für alle wünschen kann. 

Ob der Bescheid auch passt, das wird sich zeigen.


#enthindert