E N T H I N D E R T - Selbsthilfegruppe und Initiative für und von Eltern und Angehörigen die Kinder und erwachsene Töchter und Söhne mit Behinderungen, chronischen und/oder psychischen Erkrankungen pflegen, betreuen, unterstützen und begleiten! Kontaktiere uns oder komm zu unserem Stammtisch! Claudia : ☎️. 0650 6539650, 📬claudiasengeis@gmail.com oder Jasmina: ☎️ 0680 3245867, 📬 jasmina.urosevic@chello.at (unsere Jasmina spricht auch Serbisch) - oder mittels Kontaktformular ⬇️
Montag, 19. Oktober 2026
Sonntag, 18. Oktober 2026
Thema Begutachtungen
Unsere Initiative #enthindert unterstützt die Petition "Meine Würde - Euer Misstrauen".
Gerne teilen wir - natürlich nach Absprache - mit euch folgende Nachricht, die wir von Liane Schiffer dazu erhalten haben.
*****
Guten Tag!
Ich habe die Petition "Für ein würdevolles Begutachtungssystem" gerade unterschrieben, denn als direkt Betroffene bin ich die letzten Jahre in diesem österreichischen System, insbesondere mit der PVA,
buchstäblich "durch die Hölle" gegangen!
Da Ihre Organisation diese Unterschriftenkampagne mitträgt, sende ich Ihnen ein paar persönliche Zeilen.
Bei Interesse kann dies auch gerne an Ihre Organisationsmitglieder weitergeleitet werden.
Ganz oft habe ich als jahrelang chronisch Kranke alle möglichen Stellen (auch bei ehemaligen Gesundheitsministern) und intensiv natürlich die amtierende Frau Schumann kontaktiert, um zu erklären,
was diese langwierigen Abläufe, all diese unseriösen, erniedrigenden Begutachtungen und der gesamte unwürdige Umgang mit kranken Menschen, machen:
Sie machen noch viel kränker als man bereits ist!
Für Interessierte im Anhang ein Schreiben von mir an die PVA im Jahr 2024, auf das es leider nie eine Rückmeldung gab!
Inzwischen beträgt mein Grad der Behinderung 70% (Zusatzeintrag Unzumutbarkeit Benützung Öffis...)
Insbesondere anmerken möchte ich, dass gerade psychiatrische Gutachter, von denen ich mir ein "gewisses Grad an Sensibilität für Patienten" erwartet hätte, jene Gutachter waren, die am meisten über mich "drübergefahren" sind.
Einen von der Behindertenanwaltschaft bereits organisierten Termin für ein Schlichtungsverfahren zwischen der PVA und mir kam damals leider nicht zustande, da die PVA sich weigerte, daran teilzunehmen.
Durch all die Vorgänge mit der PVA verschlechterte und chronifizierte sich mein Gesundheitszustand drastisch und mir wurde nach jahrelangem Ringen mit zwei Klagen und Gerichtsverhandlungen heuer im April 2026
die "voraussichtlich dauerhafte Berufsunfähigkeitspension" zuerkannt.
Als ich zwei Monate später im Juni 2026 ein weiteres Schreiben bekam, dass für 2028 eine Nachuntersuchung vorgemerkt ist, konnte ich es kaum fassen, dass dieses "jahrelange Trauma" anscheinend doch noch nicht zu Ende ist.
Um mir irgendwie ein wenig Luft zu machen, habe ich während einem Rehaaufenthalt 2023 (ich musste ihn aufgrund von gesundheitlicher Verschlechterung abbrechen) begonnen, ein Buch zu schreiben.
Mein autobiografisches Buch "Trauma Labyrinth, mehr als eine Autobiografie" wurde letztes Jahr veröffentlicht.
Wie auch immer ein jeder zu den Jahren der Pandemiezeit stehen mag und diese Zeit erlebte, für mich ist ganz klar, so etwas darf sich nie nie nie wiederholen!
Zu viel Schaden wurde angerichtet und es leiden heute noch viele Menschen darunter, das darf nicht unter den Tisch gekehrt werden, ein jeder Geschädigte muss Hilfe bekommen und darf durch die widrigen Abläufe nicht noch kränker werden!
In meinem ehrlichen, authentischen Buch beschreibe ich, was diese Zeit mit mir gemacht hat und wie ich immer tiefer in meine chronische Krankheit schlitterte...
Ich wünsche allen Betroffenen von Herzen eine gute Besserung und all die Unterstützung, die hilfreich ist, den Schmerz zu lindern.
Ein System, das sich "sozial nennt", muss auch "sozial handeln"!
Mit lieben Grüßen,
Liane Schiffer
*****
Freitag, 16. Oktober 2026
Und ich muss nochmal Dampf ablassen, SORRY dafür, aber was da gerade abgeht ist nicht mehr okay.
Das ewig leidige Thema um die Sozialhilfe neu NEU. Kommt sie? Mit Sicherheit und irgendwie! Die Länder werden wieder viel Spielraum kriegen, aber es wird wohl bundeseinheitlich tief nach unten gekürzt werden.
Um die 0,47 % (Quelle Volkshilfe) macht die Sozialhilfe vom gesamten Sozialbudget aus und der große Rest?
Ich bin es leid, dass Menschen in der Sozialhilfe vorgeführt, erniedrigt und zum Sündenbock der Nation gemacht werden.
Erst vor Kurzem hat man uns ja erklärt, dass die Diskussion rund um das Thema Sozialhilfe derzeit "tot" sei, weil eine Diskussion im Moment nicht möglich sei. Sorry, aber beim Ar*** Herr Karl.
Im Moment sind unsere Volksvertreter scheinbar nur noch mit sich selbst beschäftigt. Die Einen stellen einen Misstrauensantrag, haben bereits bewiesen, dass sie auch nur um Wählerstimmen buhlen, außer Spesen nix gewesen und die Anderen dreschen freudig auf die scheinbar "Bösen", weil sie offenbar keine anderen Antworten auf das eigene Misslingen und ewige Scheitern haben.
So ist man mit sich selbst beschäftigt, betreibt scheinbar nebenbei Klientelpolitik und es zählen offenbar nur Wählerumfragen und -stimmen.
Derweilen "zerfleischen" sich "die Untertanen", auch Volk genannt, und steigen auf jedes erdenliche Ablenkungsmanöver ein.
Das Projekt Eindreschen auf Sozialhilfeempfänger läuft großartig und was man da scheinbar einspart, wirft man mit voller Inbrunst an anderer Stelle dann wieder raus. Für's Volk bleibt aber nicht mehr, die sind damit beschäftigt weiter auf Sozialhilfeempänger drauf zu klopfen.
Pfui, kann ich da nur sagen, denn es betrifft nicht nur die "bösen Nichtsnutze", die mit ihrem SUV vorfahren und nebenbei "Geschäfte" machen. Die "Geschäfte" werden sie weiter machen, mit oder ohne Sozialhilfe, aber was sollen die ehrlichen und zu tiefst betroffenen Bürger machen, deren Existenz in hohem Maße gefährdet ist? Menschen mit Behinderungen, Menschen mit chronischen Erkrankungen, Menschen mit psychischen Erkrankungen, Menschen mit geringem Einkommen, Kinder, Pensionisten mit Ausgleichszulage, Menschen die Angehörige pflegen, etc., all diese Menschen werden von den Kürzungen in irgendeiner Form betroffen sein.
Beispiel: Alleinerziehend, dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehend, aber es gibt gerade keine passende Kursmaßnahme, weil man ja irgendeiner Maßnahme nachkommen muss. Die Kurse sind aber dann auch den Kürzungen zum Opfer gefallen. Und dann? Dann wird die Alleinerziehende ohne ihr Zutun bestraft, weil die geplante Sozialhilfe neu NEU das so vorsieht.
Ach ja und "dann such Dir halt an Job", in einer Zeit wo die Wirtschaft stagniert, immer mehr Betriebe einsparen, immer mehr Menschen ihres Jobs verlustig werden.
Finde den Fehler!
Aber die Parteien erzählen uns weiter die Story von "Gut und Böse" und das Schlimme daran, es funktioniert.
Wir haben kein Ausgabenproblem, sondern ein Verteilungsproblem und das wurde uns bereits mehrfach bestätigt.
Wir fighten als Initiative weiter, ich fighte weiter. Für die Rechte meines Sohnes, meines Kindes mit Behinderungen, denn er hat ein Recht auf ein Leben in Würde, ohne Existenzangst und mit Selbstbestimmung.
Liebe Grüße an alle da draußen und vor allem an ALLE Betroffenen. Ich weiß was es heißt, jeden Cent dreimal umzudrehen und schlaflose Nächte vor den nächsten Schritten unserer "Volksvertreter" zu haben.
Haltet die Ohren steif und bleibt möglichst in eurer Mitte, denn ein anderer wird es für euch nicht tun. 🍀🤗🍀
#enthindert
Mittwoch, 14. Oktober 2026
FAMILIENBONUS PLUS 2027
Ab dem 1. Jänner 2027 gelten in Österreich neue Aufteilungsregeln für den Familienbonus Plus. Die Höhe des Betrags selbst bleibt gleich, doch die Verteilung zwischen zwei Anspruchsberechtigten ändert sich grundlegend.
Die wichtigsten Änderungen ab 2027
• Höhe des Familienbonus Plus (unverändert):
• Bis zum 18. Geburtstag des Kindes: 166,68 Euro monatlich (ca. 2.000,16 Euro jährlich)
• Ab dem 18. Geburtstag (sofern weiterhin Familienbeihilfe bezogen wird): 58,34 Euro monatlich (700,08 Euro jährlich)
• Neue Aufteilungsregeln (zwei Elternteile / Anspruchsberechtigte):
• Bisher war eine Aufteilung von 100 % zu 0 % (alles bei einem Elternteil) frei möglich.
• Ab 2027 ist eine 100:0-Aufteilung grundsätzlich nicht mehr möglich, wenn das Kind das 4. Lebensjahr vollendet hat und keine Ausnahmeregelung greift.
• Zulässige Aufteilungen sind dann nur noch 75 % : 25 %, 25 % : 75 % oder 50 % : 50 %.
• Ausnahmen (wo weiterhin 100 % möglich sind):
• Das betreffende Kind hat das 4. Lebensjahr noch nicht vollendet.
• Es wird für das Kind erhöhte Familienbeihilfe bezogen.
• Im gleichen Haushalt lebt ein anderes Kind unter 4 Jahren oder ein Kind mit Anspruch auf erhöhte Familienbeihilfe.
• Es gibt nur eine anspruchsberechtigte Person (z. B. Alleinerziehende).
Was das für Eltern bedeutet
• Steuerlicher Effekt: Kann ein Elternteil seinen 25-%-Anteil mangels ausreichender Einkommensteuer nicht voll ausschöpfen, verfällt dieser Teil (der Familienbonus ist keine direkte Auszahlung, sondern reduziert die Lohn-/Einkommensteuer bis maximal auf Null).
• Anpassung bei der Lohnverrechnung: Wer den Familienbonus bisher zu 100 % über den Arbeitgeber (Formular E30) bezogen hat, muss diesen bei Wegfall der Voraussetzungen anpassen und dem Arbeitgeber die entsprechenden Nachweise (z. B. Formular E33) vorlegen.
• Steuerausgleich: Im Zuge der Arbeitnehmerveranlagung muss der Familienbonus Plus erneut korrekt beantragt werden.






