Freitag, 15. Mai 2026

Buchtipp

zum Thema Autismus 

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Hier eine kurze Vorstellung meines Buches Die Kinder von Hans Asperger.

Ich bin seit fast 30 Jahren Vater einer heute erwachsenen, schwerstbehinderten autistischen Tochter. Dieses Buch ist nicht aus theoretischem Interesse entstanden, sondern aus einer sehr langen persönlichen Erfahrung – und aus dem Versuch, über Autismus nicht nur praktisch, sondern auch menschlich und gesellschaftlich ehrlicher zu sprechen.

Die Kinder von Hans Asperger ist kein medizinischer Ratgeber und keine theoretische Abhandlung. Es ist eine literarische Nonfiction-Erzählung über das Leben mit Autismus aus dem Inneren einer Familie heraus: über Überforderung, Schuld, Aggression, späte Selbstdiagnose, neurodiverse Wahrnehmung und die schwierige Frage, was Akzeptanz im wirklichen Leben eigentlich bedeutet.

Autismus erscheint hier weder als bloß zu heilende Störung noch als identitätspolitisches Programm, sondern als Realität, die Beziehungen, Sprache und das ganze familiäre Gleichgewicht verändert.

Viele Diskussionen über dieses Thema bleiben entweder rein therapeutisch oder rein ideologisch. Mich interessiert der Bereich dazwischen: das reale Leben, die Reibung, die Erschöpfung, aber auch Würde, Eigenständigkeit und die oft unbequeme Frage, wie man miteinander weiterlebt.

Im Anhang schicke ich das Cover, ein paar Fotos sowie einen kurzen Leseauszug.

Herzliche Grüße

Zlatko Enev

www.asperger-kinder.com






Ich sitze im Auto und warte...

Es könnte eigentlich alles gut sein.

ABER... ich bin gerade auch wütend. Helfen tut es nicht und ändern kann ich es auch nicht.

ABER... ich muss mich trotzdem kurz auskotzen.

Ganz Wien ist angeblich gerade in Party-Laune. Alles wunderbar, es wird gefeiert als gäbe es kein Morgen. Sei fröhlich und froh.

Ein aufgezwungenes kollektives Feiern, weil es ist ESC Woche und eh alles gut.

€ 36 Millionen soll das Event kosten (Quelle Ö24, Interview mit der KPÖ).

Gleichzeitig erzählt man uns diese Story vom Spardruck und alle müssten ihren Beitrag leisten und....Bla, bla, bla.

Sorry, aber ich kriege jetzt € 350.- weniger pro Monat, weil ich meinen Sohn zu Hause pflege und betreue und soll gleichzeitig Party machen, weil Wien im ESC-Fieber ist.

Ernsthaft? Ich finde das schon sehr ironisch und da nützen auch diese ganzen Tanzvideos auf Sozial Media nix. 🤮

Und dann stellt sich die Sozialministerin auch noch hin und erzählt uns die Story von der großartigen Leistung, dass weiterhin Pflegegeld an die Inflation angepasst werde. 

Das wurde doch gesetzlich verankert.🤔

Nützen tut diese Anpassung wem? Meinem Sohn nicht, weil sich dadurch gleichzeitig wieder genau um diese Summe der Eigenanteil für den FSW erhöht, damit er weiterhin die Tagesstruktur besuchen kann.

Also sorry, wenn ich wirklich rein gar nichts zum Feiern finde, auch wenn man das kollektiv gerade von uns Wienern erwartet.

Liebe Grüße an alle da draußen und schönes Wochenende, mit oder ohne Tanzschein.😉

Claudia



Dienstag, 12. Mai 2026

Zum Tag der Pflege..

 ... am 12. Mai 2026 

„Heute erinnern wir daran, was eigentlich jeden Tag klar sein müsste: Ohne die Menschen in der Pflege steht unsere Gesellschaft still."

Sehr schön und JA, ein großes DANKESCHÖN💐 an ALLE die in der Pflege beruflich tätig sind und mit Empathie und Hingabe ihrer Berufung nachgehen. Pflege ist nicht "nur" ein Beruf bei dem man gelernte Pflegeschritte ausübt, es ist eine Hingabe mit Menschlichkeit.

DANKESCHÖN💐 auch an all jene, die pflegerisch bedingt Tätig sind und ganz viel Betreuen, wie z. B. Menschen, die in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen tätig sind.

Und zu guter Letzt, gesellschaftlich und politisch immer gerne vergessen, ein großes DANKESCHÖN💐 an all jene, die zu Hause 24/7, 365 Tage im Jahr pflegen, betreuen, unterstützen und begleiten, den pflegenden Angehörigen, Eltern und Kindern. 

Nicht weil sie es müssen, denn sie könnten auch drauf pfeifen, sondern weil andere Optionen fehlen und weil LIEBE die Antwort auf die Frage ist: "Warum tust Du Dir das an?"

Gemieden, geächtet, an den Rand der Gesellschaft gedrückt und bitte still und gratis pflege Deine Angehörigen zu Hause und spare dem Staat Geld und Ressourcen. 

Was würde passieren, wenn Angehörige nur einen Tag GEMEINSAM die Arbeit nieder legen würden? 

Wir tun es nicht. Aus Liebe, Achtung und dem Wissen, das viele zu Pflegende in Gefahr wären. Das System würde jedenfalls zusammenbrechen. Mit dem Wissen, dass Angehörige dies nie zulassen würden, tanzt man uns weiter gepflegt auf der Nase rum und erzählt uns vom Märchen, dass man uns respektiere und wisse, was wir täglich leisten.

Dieses Märchen ist auserzählt und wir kennen unseren Platz in Gesellschaft und Politik, aber wir haben die Schnauze voll von Bla, Bla..."ich könnte das nicht, so toll was Du leistest, Hut ab...bla, bla, bla." 

Wir wollen endlich gesehen, mitgedacht und verstanden werden. Echte Wahlfreiheiten, Optionen und Unterstützung haben. Schluss mit den bürokratischen Irrsinnigkeiten, mit der Ignoranz und Intolleranz und irgendwelchem netten Geschwafel.

Die Hoffnung stirbt zuletzt und bis man es endlich versteht, stellt euch vor den Spiegel und feiert euch für die wunderbare und großartige Leistung, die ihr täglich vollbringt und vergesst nicht, IHR seid nicht allein WIR sind VIELE


🍀🫶🍀🙏🍀💐🍀❤️DANKESCHÖN❤️ 🍀🫶🍀🙏🍀💐🍀



Montag, 11. Mai 2026

Und weil es vorher kurz angerissen wurde, JA, definitiv machen unsere Kinder auch im Erwachsenenalter noch Fortschritte.

Dustin ist großer Onkel und bildet mit seinem Neffen seit letztem September eine Fahrgemeinschaft. Zuerst geht es zur Schule und dann in die Arbeit.

Früher einfach undenkbar. Die kleinste Veränderung am Schulweg, durch Umleitung oder Stau hat ein Drama ausgelöst. Es war undenkbar einen anderen Weg zu fahren, da gingen die Wogen hoch und floßen die Tränen im Überfluß, Schreien, Beißen, Schlagen inklusive.

Essen und Trinken? Eine Katastrophe. Bis zum 5. Lebensjahr fast ausschließlich Milchflasche und Fruchtzwerge. Dann kamen Schnitzel und Nuggets dazu, wobei das Schnitzel nur angerührt wurde, wenn es in gleich große Stücke geschnitten war. Bei den Getränken das gleiche Problem und ja, heute trinkt er sogar Wasser und Tee, früher unmöglich.

Heute isst Dustin fast alles und es muss auch nicht immer ein Joghurt, ein Pudding, ein...was auch immer, von der gleichen Marke sein. Das erleichtert das Einkaufen, aber tut auch der Geldbörse gut. Früher undenkbar.

Lange habe ich Dustin morgens direkt in seine Gruppe gebracht. Zeitlich bedingt habe ich ihn dann mal gefragt, ob er sich auch von einem Zivildiener in die Gruppe begleiten lassen würde. Jetzt, wenn ich ihn frage, ob ich ihn begleiten soll oder ob er mit dem Zivildiener in die Gruppe geht, entscheidet er sich von sich aus nicht für Mama, sondern für den coolen Zivi. 

JA, definitiv machen unsere Kinder auch im Erwachsenenalter immer noch Fortschritte. Für manchen scheinen diese sehr klein, für erwachsene Töchter und Söhne, wie die unseren, können das riesengroße Meilensteine sein.

Also, niemals aufgeben, niemals entmutigen lassen.

Liebe Grüße an alle da draußen

Dustin und Claudia🙏




Barrierefreie Ordinationen:

Vielen herzlichen Dank für den Elterntipp


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