Wir haben heute einen offenen Brief zum Thema Pflegegeldbegutachtungen verfasst und an diverse Medien gesendet.
Vielleicht mag sich der eine oder andere von euch anschließen.
Daher findet ihr hier auch die diversen Mail-Adressen von Medien.
Offenen Brief von hier einfach raus kopieren und an diverse Medien senden.
Liebe Grüße an alle da draußen
Claudia und Jasmina
SHG und Initiative #enthindert
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Sehr geehrte Damen und Herren!
Sehr geehre Chefredakteure!
Wir wenden uns heute an Sie, weil ein Problem in Österreich zwar derzeit, aber viel zu wenig und konsequent angesprochen wird: nämlich die Situation von chronisch Kranken und Menschen mit Behinderungen bei Gutachten.
Immer mehr Betroffene berichten von ähnlichen Erfahrungen. Menschen mit schweren gesundheitlichen Einschränkungen fühlen sich während der Begutachtung nicht ernst genommen.
Krankheiten, Beschwerden und Behinderungen, insbesondere unsichtbare Behinderungen, werden bagatellisiert oder nur oberflächlich berücksichtigt.
Trotz nachweislicher gesundheitlicher Probleme und dem Vorlegen von Befunden kommt es immer wieder und immer häufiger vor, dass Betroffene entweder gar nicht oder nur in deutlich zu niedrigen Pflegestufen oder dem Grad der Behinderung eingestuft werden.
Für viele Menschen bedeutet das eine massive Belastung und hängen Termine wie ein Damoklesschwert über ihnen.
Wer krank ist und Unterstützung braucht, kämpft meist ohnehin schon in seinem Alltag.
Wenn dann zusätzlich der Eindruck entsteht, dass die eigene Situation heruntergespielt oder ignoriert wird, führt das zu großer Verzweiflung und einem Gefühl der Ohnmacht gegenüber dem System.
Es stellt sich daher die dringende Frage, ob das derzeitige System der Pflegebegutachtung tatsächlich im Interesse der Patientinnen und Patientenfunktioniert oder ob strukturelle Probleme dazu führen, dass notwendige Hilfe und Unterstützung zu oft verweigert oder reduziert wird.
Viele Betroffene trauen sich aus Angst vor Repressalien oder der eigenen Resignation gar nicht mehr, ihre Stimme zu erheben. Genau deshalb ist es wichtig, dass dieses Thema öffentlich diskutiert und der Druck auf die Politik, hier etwas zu verändern, erhöht wird.
Wir ersuchen Sie daher an dieser Thematik dranzubleiben und die Situation rund um Pflegegeldgutachten und auch der Vergabe bei Graden der Behinderung und der erhöhten Familienbeihilfe ( gleiche Problematik, gleiche Vorgehensweise) kritisch zu beleuchten und den Druck nach außen zu erhöhen.
Chronisch Kranke und Menschen mit Behinderungen dürfen nicht weiter das Gefühl haben, um jede notwendige Unterstützung kämpfen zu müssen, nicht ernst genommen zu werden.
Wir richten daher einen dringenden Appell an die Medien: Bitte bleiben Sie an der Thematik dran, sprechen Sie mit Betroffenen, Experten und Verantwortlichen und beleuchten Sie kritisch dieses System.
Es kann jede und jeden jederzeit treffen und niemand wünscht sich solch eine teilweise zu tiefst verletzende Behandlung durch dieses System.
Mit freundlichen Grüßen!
Claudia Sengeis
Vertretung der SHG und Initiative ENTHINDERT
Fachbeiratsmitglied im Verein Lichterkette
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SHG und Initiative ENTHINDERT
Claudia Sengeis und Jasmina Urosevic
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