Mittwoch, 17. Juni 2026

Zum gestrigen Artikel in der Krone...

+++Erfreuliches Update: Das Heer lenkt ein. +++

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 ... bisher hat es gereicht, wenn man bei der Stellungskommission angerufen hat, sämtliche Befunde, Behindertenpass und Bescheid über die Pflegegeldeinstufung übermittelt hat. Das hat bisher in den allermeisten Fällen sehr gut und ohne Probleme funktioniert.

Und nun das? 

So etwas darf und sollte nicht sein!


Hier der Artikel vom 17.06.2026 aus der Krone:

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Heer zwingt beeinträchtigten Burschen zur Stellung


Der 17-jährige Luca Gappmaier hat das Down-Syndrom, einen schweren angeborenen Herzfehler und Pflegestufe vier – dennoch muss er schon in wenigen Tagen zum Bundesheer. Das Erscheinen zur Stellung sei „zumutbar und erforderlich“, heißt es in einem offiziellen Schreiben. Die Eltern des Burschen sind außer sich ...


Sämtliche Beteuerungsversuche waren zwecklos! Selbst zwei detaillierte medizinische Befunde – verfasst von namhaften Spitalsärzten – überzeugte das Bundesheer nicht.


Der Bischofshofener Luca Gappmaier (17) muss trotz schwerster körperlicher und geistiger Beeinträchtigungen Anfang Juli zur Stellung in einer Klagenfurter Kaserne erscheinen. „Ein Irrsinn und einfach entwürdigend“, finden das seine Eltern Mario und Gina Gappmaier.


Ihr Sohn Luca hat einen schweren angeborenen Herzfehler, ist bereits mehrmals operiert worden. „Die erste OP hatte er schon wenige Tage nach seiner Geburt. Elf Stunden hat das gedauert“, sagt seine Mutter Gina.

Eltern lassen Luca nie aus den Augen

Zudem hat Luca das Down-Syndrom, auch Trisomie 21 genannt. Dies ist eine genetische Veränderung, bei der das Chromosom 21 dreifach statt zweifach vorhanden ist. Das beeinflusst die körperliche und geistige Entwicklung, Trisomie 21 ist nicht heilbar. „Wir können und wollen Luca nicht alleine lassen. Einer von uns ist ständig bei ihm“ betonen seine Eltern. Bei vielen alltäglichen Dingen ist der Bursch auf Hilfe angewiesen.


Unter der Woche besucht der 17-Jährige die Sonderschule Bischofshofen, nach Hause fährt er mit einem Taxi. „Er darf rein rechtlich gar nicht allein im Straßenverkehr unterwegs sein, für das Bundesheer reicht es aber offenbar dann doch“, kann Mario Gappmaier nur noch den Kopf schütteln.

In der Tat! Nach längerem Hin und Her bekam die Familie kürzlich ein finales Schreiben zugestellt. Darin teilte das Bundesheer wörtlich mit, dass nach Sichtung aller Befunde die Stellung auf jeden Fall „erforderlich und zumutbar“ sei.

„Die sind doch in der Kaserne total überfordert“

Luca kann freilich nicht alleine nach Klagenfurt reisen. Seine Eltern werden ihn begleiten und gemeinsam in der Georg-Goess-Kaserne auftauchen. „Wir müssen uns für diesen Wahnsinn extra Urlaub nehmen und auch noch ein Hotel zahlen“, poltern die Gappmaiers.


Es ist ein völliger Irrsinn und auch absolut entwürdigend für Luca. Gott sei Dank bekommt er von dem Ganzen nicht wirklich etwas mit.

Mario und Gina Gappmaier, Eltern von Luca 

Die Pongauer Familie nimmt die Angelegenheit zwar bestmöglich mit Humor („Was bleibt uns denn anderes über“) – dennoch können sich weder Lucas Mama noch der Papa wirklich ausmalen, was sie in Kärnten erwarten wird: „Die wissen dort doch überhaupt nicht, wie sie mit Luca umgehen sollen. Es ist auch für die anderen Jugendlichen ein Wahnsinn, wenn unser Bub mit seinen beiden Eltern im Schlepptau ankommt“, sagt Gina Gappmaier. Nachsatz: „Gott sei Dank bekommt unser Luca von der ganzen Sachen nicht wirklich etwas mit. Er freut sich einfach nur auf einen Ausflug mit uns.“

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