Freitag, 11. Dezember 2020

Unser digitaler Adventkalender


Türchen 12🎁


Herzlichen Dank für's Mitmachen, liebe Linda Wagner 😘


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Hallo,

ich bin Livia, der kleine energiegeladene Wirbelwind der #familieetwasanders.

Als meine Mama 26 Wochen schwanger mit mir war, stellte ihr Arzt fest, dass ich nicht richtig gewachsen war und schickte uns ins Krankenhaus. Dort kam ein Pränatalarzt und stellte schlimme Prognosen und Verdachtsdiagnosen und schlug meiner Mama eine Spätabtreibung vor. Dies kam aber nicht in Frage und so wechselte meine Mami das Krankenhaus, wo man feststellte, dass meine Mami sehr krank war und letztendlich musste man mich per Notsectio nach 29+1 Wochen auf diese Welt holen.

Da die Plazenta sich abgelöst hatte, erlitt ich vor der Geburt einen schweren Sauerstoffmangel.

Doch ich bin eine starke Kämpferin und mischte gleich mal die Nicu auf. Niemand konnte so laut schreien wie ich! Mit 5 Tagen musste ich operiert werden und bekam ein Stoma, das nach 10 Wochen wieder entfernt wurde. Leider erkrankte ich mit 6 Monaten am West Syndrom (eine schwere Form von Epilepsie), weswegen ich mich zurückentwickelte und alles Gekonnte verlernte. Jedoch nahmen Ärzte meine Mama nicht ernst und so war ich mit 10 Monaten wieder wie ein Neugeborenes, als man endlich mit einer Behandlung begann.

Es folgten weitere Diagnosen und Therapien.

Inzwischen bin ich 6 Jahre alt, doch ich benötige überall noch Unterstützung und 24 Stunden Betreuung, da ich jederzeit Epi-Anfälle bekommen kann und keine Gefahren kenne.

Auch mit der Kommunikation ist es noch nicht so einfach, da mich viele Menschen nicht verstehen..., doch auch dies werden wir noch schaffen!

Heuer kam ich in die Schule, die mir bisher Spaß macht.

Wenn ich nicht in der Schule oder Therapie bin, dann sause ich wie ein Wirbelwind durch die Wohnung und halte meine beiden Schwestern, unsere Haustiere und Mama in Trab. Jedes zweite Wochenende stelle ich dann noch den Haushalt von Mamas Freund auf den Kopf und teile dessen Kinder zum Spielen mit mir ein.

Meine Familie und ich sind sehr froh, dass es mich gibt!

Uns findet man auch auf Facebook unter #familieetwasanders.

Liebe Grüße und schöne Weihnachten wünscht euch Livia Duracellhäschen Wirbelwind...





Unser digitaler Adventkalender


Türchen 11🌲


Herzlichen Dank für's Mitmachen an Clemens Engelhardt und Christoph 😘


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Das Jahr 2020 war wohl eines der herausforderndsten Jahre meines autistischen Patenkindes und mir...dabei dachte ich mir in den mehr als 20 Jahren Begleitung haben wir wirklich alles hinter uns, doch dann kam corona und alles war anders ... Christoph ist von Montag bis Freitag in einer WG für Autisten und hat dort Einzelbetreuung ... er war noch nie ein Wochenende oder Feiertag oder Fenstertag dort...wir verbringen jedes Wochenende miteinander...er hätte theoretisch in seiner WG bleiben können , aber ohne Tagesstätte wäre das Horror ... da seine Eltern als Ärzte eine Ordination haben, war klar , dass sie die 24h Betreuung nicht leisten können ... vorerfahrungen haben gezeigt, dass einmal bei ihnen und dann bei mir schlafen ihn völlig aus dem Konzept bringen und es noch schwieriger wird...Also hab ich ihn für den lockdown zu mir genommen ... bin da von ein paar Wochen ausgegangen ... nicht wissend , dass es von 13.3 bis Mitte Juni dauern wird ... ab Mitte Juni war dann Tagesstätte, eine Entlastung , ab Juli dann WG bevor wir gemeinsam Urlaub machten ... im Nachhinein erscheint der lockdown gar nicht mehr so schlimm ( glücklich ist, wer vergisst ), aber wir sind in dieser Zeit quasi quer durch Europa gewandert ... jeden Tag mindestens 20km marschiert , um für Entspannung zu sorgen und den Tag zu strukturieren ...am VM mal 6km nach hietzing , um ein Stück Kuchen zu holen , das dann zu Hause verspeist wird ... vor allem der Wegfall der Gastronomie und damit einkehren war schwer...Christoph liebt Kaffee trinken über alles , und auch für mich sind diese Therapeutischen Spaziergänge mit Einkehrschwung leichter😉😉😉aber ich habe das Glück einen Mini Garten zu haben , diesen zu bearbeiten und dann im späteren Frühling zu genießen ist ein Geschenk ... vielleicht klingt diese Zusammenfassung zu idealisierend, zu einfach ... es waren verdammt lange zum Teil sehr anstrengende  bis ans Ende der kraftreservengehende Tage , Wochen , Monate ...  würde ich heut wieder vor der Entscheidung stehen ihn auf ungewiss lange Zeit zu mir zu nehmen , würde ich ohne mit der Wimper zu zucken, sagen jederzeit 🙂 mein Spruch ist : er hat immer noch irgendwann aufgehört zu „spinnen“ und wenn das aus seinem Mund : ich hab dich sehr lieb , clemi ... weiß man das  es alles Mühe wert war







Donnerstag, 10. Dezember 2020

Unser digitaler Adventkalender

 ♥️lichen Dank für's Mitmachen, liebe Kerstin 🤗


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Ich bin Kerstin Utrata. Ich habe Epilepsie.

Ich habe einen Assistenzhund, den LEO. Leo ist ein sehr gescheiter und toller Hund. Seit 11 Jahren ist er bei mir. Wir gehen überall miteinander hin.

Einmal war ich im Spital und Leo war bei mir. Bis zum OP durfte er mit mir mitgehen. Das war sehr beruhigend für mich. Ich liebe Leo sehr. Er hat mein Leben glücklich gemacht.

Ich habe eine kleine Wohnung, die ist ganz rot. Ich liebe die Farbe rot. Rote Küche, rotes Bett.

Ich gehe gerne reiten, mein Pferd macht mit mir die Hippotherapie und heißt Dillen. Er liebt Karotten mit Grün.

Ich habe einen Freund in Italien, den Leonidas. Seine Mutter ist sehr gemein und eifersüchtig. Nichts darf er alleine entscheiden, immer nur das machen was seine Mutter sagt.

Hoffentlich kann ich ihn bald mal wieder sehen.

Bei mir ist das nicht so, meine Mama fragt mich immer was ich gerne möchte. Und das machen wir dann.

Ich kann nicht in die Arbeit gehen. Wegen dem blöden Virus. Ich mache nur Arbeitsblätter daheim. Meine Betreuerin Anita  ist sehr nett, wir treffen uns im WhatsApp.

Ich kenne den Dustin von der Claudia. Er ist lieb. Einmal haben wir uns bei Cats getroffen.

Ich hasse den Virus, nicht mal auf den Christkindlmarkt kann ich gehen, den Herzerlbaum anschauen. Vielleicht am 6. Dezember kann ich gehen.

Liebe Grüße, Kerstin u Leo 📷




Mittwoch, 9. Dezember 2020

Unser digitaler Adventkalender


Türchen 9 🌲


Heute stellen wir Euch Silke und ihre Familie vor! Herzlichen Dank für's Mitmachen!😘


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Hallo ihr Lieben, wir sind eine XXL Familie mit gewissen Extras.😉


Zu uns gehören Eyleen 17 Jahre, Sara 11 Jahre, Rakan 9 Jahre, Rayan 6 Jahre, Yousef 2,5 Jahre,  Mohammad (Hamoudi) der am 9.12.20 8 Monate alt wird, Papa Nidal und ich, Mama Silke. Außerdem lebt unsere liebe Oma mit uns zusammen die mit Mitte 50 leider sehr früh an Alzheimer Demenz erkrankt ist und die wir seit dem betreuen und pflegen. 

Als ich Anfang Dezember 2019 mit Hamoudi schwanger war stellte meine Gynäkologin in der 21ssw eine kleine Omphalozele bei ihm fest. Das heißt in der Kurzfassung, dass die Bauchdecke vom Baby nicht ganz verschlossen ist und sich in einem Bruchsack innerhalb der Nabelschnur innere Organe des Babys befinden. Dieser Moment sollte unser Leben völlig auf den Kopf stellen. Sie überwies mich zu einer Pränatalpraxis die dann im Ultraschall auch noch einen  Herzfehler feststellte, uns wurde der Boden unter den Füßen weggerissen. Dass sowohl Bauch als auch Herz operiert werden müssen stand von Anfang an fest und auch diese Tatsache hat uns das Herz gebrochen. Es wurde ein Gendefekt vermutet, Trisomie 13,18 oder vielleicht auch 21. Um Gewissheit zu haben ließen wir eine Fruchtwasseruntersuchung machen denn wir mussten einfach wissen, welche Lebenschancen unser Baby hat. Wir bekamen dann bald darauf das Ergebnis. Hamoudi hat Trisomie 21, das Down Syndrom. Ich wurde im Laufe der Schwangerschaft unzählige Male von verschiedenen Ärzten gefragt, ob ich „dieses Kind“ wirklich bekommen möchte und ob ich mir „Das“ wirklich antun will. Diese ständigen Fragen haben mich sehr verletzt denn für mich ist mein Baby mein Baby, mit allem was dazu gehört und mir wurde das Gefühl gegeben, dass mein Kind in dieser Gesellschaft nicht willkommen ist. Meine ganz persönliche Meinung ist: Wenn du mit einer Behinderung deines Kindes nicht umgehen kannst, dann darfst du kein Kind bekommen denn die vermeintliche Sicherheit die durch all diese Tests vorgegaukelt wird ist in Wirklichkeit keine. Es kann immer etwas passieren, bei der Geburt, durch Krankheit oderUnfall.....niemand kann einem garantieren, dass wenn man ein „gesundes Kind“ im Bauch trägt, dass es das auch ein Leben lang bleibt.

Hamoudi kam dann im April per Kaiserschnitt zur Welt und durch die Pandemie durfte mein Mann nicht bei der Geburt dabei sein, was natürlich für uns beide sehr hart war, da wir nicht wussten wie es ihm nach der Geburt gehen wird. Zum Glück war er relativ stabil musste aber durch den offenen Bauch sowieso sofort auf die Intensivstation. Ihn dort so zu sehen, an all den Kabeln und Schläuchen tat so unvorstellbar weh. 

Aber es ging ihm von Tag zu Tag besser und als er 6 Tage alt war konnte sein Bauch operiert und  auch Gott sei Dank sofort vollständig verschlossen werden. An diesem Tag durfte ich ihn das erste Mal im Arm halten. Was bei meinen anderen Kindern selbstverständlich schien, war plötzlich etwas ganz besonderes und ich habe es so sehr genossen ihn zu halten und ihm all meine Liebe zu schenken.  7 Tage später durften wir dann auch endlich nach Hause. Zu dem Zeitpunkt hatte ich meine anderen Kinder, seit Hamoudis Geburt nicht gesehen, da wir uns wegen den Coronaregeln nicht in der Klinik treffen durften. Das war für uns alle ungewohnt und sehr schwer, da wir zuvor noch nie so lange voneinander getrennt waren. 

Nach weiteren 2 Klinikaufenthalten, zum einen um Hamoudi auf Medikamente für’s Herzchen einzustellen und zum Anderen um eine nasale Magensonde anzulegen, da er es nicht geschafft hat ausreichend selber zu trinken, war dann am 3.9 sein großer Tag, die Herz-OP. Nach vielen bangen Stunden kam der erlösende Anruf...er hat alles gut überstanden. Mit diesen Worten vielen die Ängste und die schweren Momente der letzten Monate von unseren Schultern. Zwar wussten wir, dass die nächsten Tage noch etwas kritisch sein werden, aber der größte Schritt war getan und 10 Tage später durften wir unseren Sonnenschein auch schon wieder mit nach Hause nehmen. Seit dem macht er langsam aber sicher seine Fortschritte und jeden Tag aufs Neue zeigt er uns, dass er auch einfach ein Baby ist und dass es keine Rolle spielt, ob er nun 46 oder47 Chromosome hat. 


Wir haben aber noch ein weiters Sorgenkind: Yousef. 

Obwohl es in der Schwangerschaft keine Auffälligkeiten gab und er als völlig „gesundes Kind“ zur Welt kam entwickelt er sich nicht so, wie es sein sollte. Er spricht nicht und versteht nichts, was man ihm sagt. Er isst und trinkt kaum alleine und kann sich nur durch Weinen mit uns verständigen. Zudem hat er unter anderem stereotype Verhaltensweisen. Wir haben von Anfang an zwar gemerkt, dass er sich anders entwickelt als seine Geschwister, doch jedes Kind ist halt anders. Er hatte Z.B. nie eine orale Phase, hat sich also überhaupt nichts in den Mund gesteckt und gefremdelt hat er auch nie. 2 Monate nach Hanoudis Geburt stellte der Kinderarzt die Verdachtsdiagnose Autismus und wir befinden uns seither in der Diagnostik. Damit haben wir nicht gerechnet, plötzlich hatten wir 2 Kinder mit besonderen Bedürfnissen. Wie konnte das sein, nachdem wir 4 völlig gesunde Kinder zur Welt gebracht hatten?

Doch er ist genau wie all seine Geschwister ein glückliches Kind und das ist für uns das Wichtigste. Hauptsache gesund ist nicht länger das was zählt, Hauptsache glücklich ist unser neues Lebensmotto. Zwischen Ärzten und Therapien leben wir unseren ganz normalen Familienalltag, nehmen das Leben wie es kommt und machen das Beste daraus. 

Auch unsere großen Kinder gehen toll mit der jetzigen Situation um. Wir sprechen viel und offen mit ihnen damit sie all das auch richtig verarbeiten können.


Seit Anfang August schreibe ich öffentlich auf Social Media und berichte ein bisschen über uns und unser Leben.


Auf 

https://www.facebook.com/hamoudisworld/

schreibe ich über das Leben aus Hamoudis Sicht und nehme die Menschen mit auf seine ganz persönliche Reise durch das Leben.

Auf

https://instagram.com/familie_xx_extra?igshid=f9hdzmh0ewpk

zeigen wir ein wenig aus unserem Familienalltag der zwar häufig stressig, aber doch irgendwie unnormal normal ist.


Wir wünschen allen, die es feiern eine schöne Advents-und Weihnachtszeit und dass ihr sie wenigstens ein bisschen genießen könnt, trotz der derzeitigen Umstände

Eure Familie XX-Extra







Dienstag, 8. Dezember 2020

Unser digitaler Adventkalender


Türchen 8🌲


Heute geht es um Daniel :


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Mama Margret : Ich darf euch meinen Sohn Daniel vorstellen. Er ist 15 Jahre, Asperger Autist mit ADHS, beides sehr stark ausgeprägt.


Daniel hat bisher nur Ausgrenzung, Mobbing und Unverständnis erlebt, was mit unter zu schweren Depressionen geführt hat.


Wenn es Daniel ganz schlecht geht, geht er entweder zu seiner Modelleisenbahn spielen, baut mit seinen Lego Steinen oder malt Bilder.


Ich darf euch im Namen von Daniel 4 seiner Acryl Werke vorstellen.


Durch Aufklärung über Autismus und welche Probleme Mobbing bei Kindern hinterlassen kann, sind immer mehr Menschen auf Daniel aufmerksam geworden, auf seine Bilder und seine Geschichten. Es kamen immer wieder Anfragen, ob Daniel seine Bilder nicht verkaufen möchte.


Im Anhang befinden sich 4 Werke von Daniel, das ist aber nur ein ganz kleiner Auszug aus seinem Sortiment. Er hat über 200 Bilder gemalt.


Jedesmal, wenn es Daniel schlecht geht, geht er in seinen Raum und malt, dann geht es ihm nach einiger Zeit besser.


Er möchte eigentlich nur aufmerksam machen auf Autismus, insbesondere auch auf hochintelligente Autisten, denn nicht jeder Autist hat auch eine Lernbehinderung.


Es gibt auch hochintelligente Autisten, die so starke Beeinträchtigungen haben, dass sie bis zu einem Grad der Behinderung von 100% betroffen sind und es ist Daniel wichtig, das auch weiterzuvermitteln. Einfach aufklären, aufmerksam machen, vielleicht sieht der Eine oder Andere Autisten in Zukunft mit anderen Augen.


Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit, liebe Grüße und frohe Weihnachten.


Margret und Daniel 


https://www.facebook.com/groups/1141705999494849/?ref=share