Unsere Initiative #enthindert unterstützt die Petition "Meine Würde - Euer Misstrauen".
Gerne teilen wir - natürlich nach Absprache - mit euch folgende Nachricht, die wir von Liane Schiffer dazu erhalten haben.
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Guten Tag!
Ich habe die Petition "Für ein würdevolles Begutachtungssystem" gerade unterschrieben, denn als direkt Betroffene bin ich die letzten Jahre in diesem österreichischen System, insbesondere mit der PVA,
buchstäblich "durch die Hölle" gegangen!
Da Ihre Organisation diese Unterschriftenkampagne mitträgt, sende ich Ihnen ein paar persönliche Zeilen.
Bei Interesse kann dies auch gerne an Ihre Organisationsmitglieder weitergeleitet werden.
Ganz oft habe ich als jahrelang chronisch Kranke alle möglichen Stellen (auch bei ehemaligen Gesundheitsministern) und intensiv natürlich die amtierende Frau Schumann kontaktiert, um zu erklären,
was diese langwierigen Abläufe, all diese unseriösen, erniedrigenden Begutachtungen und der gesamte unwürdige Umgang mit kranken Menschen, machen:
Sie machen noch viel kränker als man bereits ist!
Für Interessierte im Anhang ein Schreiben von mir an die PVA im Jahr 2024, auf das es leider nie eine Rückmeldung gab!
Inzwischen beträgt mein Grad der Behinderung 70% (Zusatzeintrag Unzumutbarkeit Benützung Öffis...)
Insbesondere anmerken möchte ich, dass gerade psychiatrische Gutachter, von denen ich mir ein "gewisses Grad an Sensibilität für Patienten" erwartet hätte, jene Gutachter waren, die am meisten über mich "drübergefahren" sind.
Einen von der Behindertenanwaltschaft bereits organisierten Termin für ein Schlichtungsverfahren zwischen der PVA und mir kam damals leider nicht zustande, da die PVA sich weigerte, daran teilzunehmen.
Durch all die Vorgänge mit der PVA verschlechterte und chronifizierte sich mein Gesundheitszustand drastisch und mir wurde nach jahrelangem Ringen mit zwei Klagen und Gerichtsverhandlungen heuer im April 2026
die "voraussichtlich dauerhafte Berufsunfähigkeitspension" zuerkannt.
Als ich zwei Monate später im Juni 2026 ein weiteres Schreiben bekam, dass für 2028 eine Nachuntersuchung vorgemerkt ist, konnte ich es kaum fassen, dass dieses "jahrelange Trauma" anscheinend doch noch nicht zu Ende ist.
Um mir irgendwie ein wenig Luft zu machen, habe ich während einem Rehaaufenthalt 2023 (ich musste ihn aufgrund von gesundheitlicher Verschlechterung abbrechen) begonnen, ein Buch zu schreiben.
Mein autobiografisches Buch "Trauma Labyrinth, mehr als eine Autobiografie" wurde letztes Jahr veröffentlicht.
Wie auch immer ein jeder zu den Jahren der Pandemiezeit stehen mag und diese Zeit erlebte, für mich ist ganz klar, so etwas darf sich nie nie nie wiederholen!
Zu viel Schaden wurde angerichtet und es leiden heute noch viele Menschen darunter, das darf nicht unter den Tisch gekehrt werden, ein jeder Geschädigte muss Hilfe bekommen und darf durch die widrigen Abläufe nicht noch kränker werden!
In meinem ehrlichen, authentischen Buch beschreibe ich, was diese Zeit mit mir gemacht hat und wie ich immer tiefer in meine chronische Krankheit schlitterte...
Ich wünsche allen Betroffenen von Herzen eine gute Besserung und all die Unterstützung, die hilfreich ist, den Schmerz zu lindern.
Ein System, das sich "sozial nennt", muss auch "sozial handeln"!
Mit lieben Grüßen,
Liane Schiffer
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