Samstag, 14. Februar 2026

Da sitzt sie,...

...die Mama. Tag für Tag, Woche für Woche. Zuerst nur ein paar Minuten. Dann schon eine halbe Stunde. Mittlerweile sind es schon zwischen 1 und 2 Stunden. 

Warum sitzt sie da?

Sie wartet geduldig auf ihr Kind.

Das Schuljahr, das allererste Schuljahr, es ist zur Hälfte um. 

Mit unglaublich viel Geduld, Motivation, Liebe, Verständnis und einem grandiosen Miteinander von Kind, Mama, Pädagogen und Schule, fällt es dem jungen Schüler immer leichter in die Welt der Größeren einzutauchen.

Eine Schule, die es laut UN-BRK eigentlich so gar nicht mehr geben sollte.

Für ein Kind, welches diese unsere Welt, viel zu laut und zu schnell empfindet. Ein Kind, welches definitiv nicht in unser derzeitiges Schulsystem passt.

Im Moment wird ja ganz viel über Schule und Bildung gesprochen und diskutiert. Pro und Contra Inklusion und den Erhalt von Sonderschulen.

I-Kinder an öffentlichen Schulen und vielleicht oder auch nicht, Schulassistenz oder lieber doch ein SPZ?

Gibt es denn da tatsächlich ein Richtig oder Falsch?

Und welche Chancen haben Kinder mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen, wenn sie "gleich ins kalte Wasser" geschmissen werden und aufgrund von Ressourcenmangel nicht die Unterstützung bekommen, die sie vielleicht unbedingt benötigen oder haben sie überhaupt je Chancen, wenn sie eine Sonderschule besuchen?

Schon mal in der eigenen Familie Vergleiche mitbekommen? Das ist sehr spannend mit anzusehen, zu verfolgen und macht einen manchmal wütend aber auch angenehm überrascht.

Ach ja und zu guter Letzt, die besagte Mama, die da jetzt täglich vor dem Schulgebäude mit ganz viel Geduld auf ihr Kind wartet, die hat derzeit noch ein großes "Privileg", denn dadurch, dass ihr Kind zumindest die Pflegestufe 3 hat, muss sie nicht ihr Kind vor der Schule absetzen und mit dem Kopf noch bei ihm, zur Arbeitsstelle rasen um dort irgendwie, wenn möglich, zu funktionieren. 

Wir hören immer wieder von dieser Problematik, dass Eltern, insbesondere Alleinerziehende, gleichzeitig in der Schule, weil das Kind früher abgeholt werden muss, und in der Arbeit sein sollten. 

Und wie soll man an zwei Orten gleichzeitig sein?

Eine unglaublich schwierige Kombi.

Wie sind eure Erfahrungen diesbezüglich?

Wie geht ihr mit Job und Schulbegleitung eurer Kinder mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen um und welche Erfahrungen habt ihr mit den unterschiedlichen Schultypen eurer Kinder gemacht?


Liebe Grüße 

SHG und Initiative #enthindert



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